Reise des Erasmus+-Projekts „bEU-beHer“ nach Madrid – Muchas gracias und Hasta luego!
Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „bEU-beHer“ reiste eine Gruppe von zwölf Schülerinnen und Schülern des Maristen-Gymnasiums Furth gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Rauscher, Frau Licht und Frau Dr. Hirschberger nach Madrid. Dort verbrachten sie vom 23.-27. März fünf ereignisreiche Tage am Colegio Santa Gema di Galgani und tauchten intensiv in die spanische Kultur sowie die gemeinsame Projektarbeit ein.
Bereits am ersten Tag wurden die deutschen Schülerinnen und Schüler herzlich von ihren Austauschpartnerinnen und -partnern am Flughafen empfangen und in die Familien integriert. Beim anschließenden Kennenlernen sowie einer Schulhausführung zeigte sich schnell, wie gut die Verständigung auf Englisch funktionierte. Besonders beeindruckend war das spanische Schulsystem an der Partnerschule, denn hier lernen Kinder vom Kindergarten bis zur Oberstufe gemeinsam unter einem Dach. Ebenso beeindruckend war moderne und sehr offene Gestaltung der Schule und des Unterrichts.
Im Zentrum des Austauschs stand die Projektarbeit zum Thema „Frauen in der EU“. Unter dem Titel „bEU-beHer“ setzten sich die Jugendlichen in internationalen Teams mit der Rolle und dem Einfluss von Frauen in Geschichte und Gegenwart auseinander. Ausgangspunkt bildete unter anderem die Ausstellung „Des-Caradas“ im Königlichen Botanischen Garten in Madrid, die bedeutende Frauen Spaniens aus heutiger Perspektive porträtiert. Auch bei Stadterkundungen durch Madrid und einem Ausflug nach Toledo begegneten die Schülerinnen und Schüler immer wieder historischen Frauenpersönlichkeiten und reflektierten deren Bedeutung für Europa.
In intensiven Arbeitsphasen recherchierten die Teilnehmenden zu inspirierenden Frauen aus Politik, Wissenschaft, Musik und Gesellschaft – darunter Persönlichkeiten wie Clara Campoamor, Heidi Reichinnek, Nina Hagen oder Arancha González. Die Ergebnisse hielten sie kreativ in einer gemeinsamen Collage fest, die diesen Frauen „ein Gesicht“ geben sollte. Ergänzt wurde die Projektarbeit durch einen Besuch im Nationalen Archäologiemuseum, bei dem die Rolle der Frau im Wandel der Zeit kritisch hinterfragt wurde. Den gelungenen Abschluss bildete die Präsentation der Collagen in der Schule, gefolgt von einer gemeinsamen Feier mit Musik und spanischen Tapas.
Am Freitagvormittag hieß es schließlich Abschied nehmen – mit vielen neuen Eindrücken, gewachsenen Freundschaften und großer Vorfreude auf den Gegenbesuch der spanischen Gruppe in Deutschland im Juni. Die Mobilität nach Madrid war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung und ein eindrucksvolles Beispiel für gelebten europäischen Austausch. Ein herzlicher Dank geht an Erasmus+ – muchas gracias für diese unvergessliche Zeit!
Hier Eindrücke von Teilnehmendem am Projekt:
„Meine Gastfamilie in Madrid war sehr freundlich und offen. Sie haben mich direkt wie ein eigenes Familienmitglied aufgenommen. Sie zeigten mir die Stadt und erklärten mir viel über die Kultur in Spanien. Besonders cool finde ich, wie anders der Alltag hier im Vergleich zu Deutschland ist.“ (Benedict)
„Die Erasmus-Woche in Spanien hat mir sehr gut gefallen. Besonders interessant fand ich, wie das Thema Frauenrechte in die verschiedenen Aktivitäten eingebaut wurde und dass wir uns darüber mit den spanischen Partnern austauschen konnten. Dabei habe ich viele neue Perspektiven kennengelernt.“ (Clara)
„Dieses Erasmus Projekt war für mich definitiv eine richtige Entscheidung. Das Thema Frauen heute/ in der Politik oder Geschichte hat mich schon davor interessiert. Ich finde es wichtig das man informiert bleibt, wie sich die Rolle der Frauen entwickelt haben. Der Trip nach Madrid hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe neue Freunde gefunden und neues Sprachwissen erworben. Meiner Meinung nach war alles perfekt und ich werde nur schöne Erinnerungen haben.“ (Raha)
„Die Tage in Spanien waren sehr schön. Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht und es war cool, dass man Englisch spricht, da man dies ja im Alltag sonst nicht macht und man daher mal aus seiner Komfortzone kommt.“ (Johanna)
„Ich habe mich sehr gut mit meiner Gastfamilie verstanden. Am besten hat mir der Ausflug nach Toledo gefallen und auch die Gestaltung der Collagen. Ich habe einige Frauen kennengelernt, die ich noch nicht kannte und es ist schön zu sehen, dass es auch in anderen Ländern Menschen wichtig ist, dass die Gleichberechtigung durchgesetzt wird. Der Austausch hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich sehr wohl gefühlt.“ (Paula)
„Als ich erfahren habe, dass ich für das Projekt angenommen wurde, habe ich mich sehr gefreut. Die Stunden gemeinsam mit der Gruppe und Frau Schwoerer sind jedes Mal eine Bereicherung und ich lerne viel dazu. Die Reise nach Madrid hat mir gezeigt, wie toll es ist, neue Kulturen und neue Leute kennenzulernen. Die Programmpunkte vor Ort waren sehr interessant und es hat Spaß gemacht, etwas über die Rolle der Frau (in Politik und Gesellschaft) zu lernen.“ (Frieda)
Text: Maria Rauscher