Wirtschafts- und Rechtslehre

Das Fach Wirtschaft und Recht zeigt wesentliche Aspekte der Wirtschafts- und Rechtsordnung auf. Ausgehend von aktuellen einzel- und gesamtwirtschaftlichen Themen lernen die Schüler nicht nur Elemente dieser Ordnungssysteme kennen, sondern auch ihre Bedeutung für die ökonomischen und gesellschaftlichen Freiheiten jedes Individuums. Die Schüler erlangen die Fähigkeit, wirtschaftliche und rechtliche Sachverhalte so zu beurteilen, dass sie ökonomische Entscheidungen verantwortungsbewusst treffen und aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen können. Diese handlungsorientierte Beschäftigung mit wirtschaftlichen und rechtlichen Entscheidungsalternativen vermittelt Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Sorgfalt. Dabei erfahren die Jugendlichen auch, wie ihr eigenes Handeln durch die beschränkte Verfügbarkeit von Gütern sowie durch die Entscheidungen und Rechte anderer beeinflusst wird. Sie erkennen so die Grenzen des wirtschaftlich Machbaren wie auch des rechtlich Erlaubten.

Das Fach Wirtschaft und Recht gibt mit seiner Praxisnähe durch verpflichtende zweiwöchige Praktika zudem Einblicke in die Arbeitswelt und damit eine wesentliche Hilfestellung zur beruflichen Orientierung. Die Schüler werden in einem Bewerberseminar mit externen Partnern befähigt, den Prozess ihrer Berufswahl verantwortungsvoll zu gestalten und sich korrekt zu bewerben. Workshops mit externen Partnern für Schüler mit dem Kernfach Wirtschaft und Recht ergänzen und vertiefen diese Lerninhalte um die Rolle monetärer Finanzinstitutionen für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Durch den Einsatz von Informationstechnologien im Fach Wirtschaftsinformatik werden den Schülern sowohl beruflich und privat nutzbare Medienkompetenz als auch Kenntnisse über wirtschaftliche Abläufe und Entscheidungen in Unternehmen vermittelt.

Fachbetreuung: Gerolf Weinzierl

Lehrplan 8/9/10

Nachfolgende Seite gibt Ihnen einen Überblick über wesentliche Lerninhalte des Lehrplans im Fach Wirtschafts- und Rechtslehre:

Jahrgangsstufe 8 WSG-W-Zweig bzw. Jahrgangsstufe 9 der anderen Zweige

Wirtschaftliches Handeln der privaten Haushalte

  • Entscheidungen beim Konsum und beim Umgang mit Geld
  • Entscheidungen im Zusammenhang mit Ausbildung und Berufswahl

Rechtliches Handeln der privaten Haushalte

  • Bedeutung und Abschluss von Verträgen am Beispiel der Kaufhandlung
  • Rechte des Verbrauchers bei Pflichtverletzungen
  • Die rechtliche Stellung Minderjähriger

Wirtschaftliches und rechtliches Handeln in Unternehmen

  • Entscheidungen bei der Gründung eines Unternehmens
  • Typische Geschäftsprozesse in Unternehmen 
  • Das Rechnungswesen als Grundlage unternehmerischen Handelns
Jahrgangsstufe 9 WSG-W-Zweig bzw. Jahrgangsstufe 10 der anderen Zweige

Denken in gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen

  • Unternehmen und Haushalte auf dem Markt 
  • Unternehmen und Haushalte in der Gesamtwirtschaft

Zentrale Aspekte der deutschen Wirtschafts- und Rechtsordnung 

  • Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung 
  • Steuern und soziale Sicherung in der sozialen Marktwirtschaft
  • Öffentliches Recht als Handlungsrahmen

Europäische Einigung und weltwirtschaftliche Verflechtung

  • Chancen und Risiken internationaler Arbeitsteilung
  • Währungen und Europäische Währungsunion
  • Europäisches Recht als Quelle nationalen Rechts

Lehrplan 11/12

In den Jahrgangsstufen 11 und 12 wird den Schülern bewusstgemacht, dass Zielkonflikte ökonomische und rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten bestimmen und dass verantwortungsvolle wirtschaftspolitische Entscheidungen nur auf der Basis einer fundierten Analyse der Sachlage, der zugrundeliegenden Annahmen und einer wertorienterten Beurteilung getroffen werden können. Die Kenntnisse und methodischen Kompetenzen der Schüler werden dabei anhand folgender Themenbereiche auf einem höheren Abstraktionsniveau erweitert und vertieft:

Wirtschaft ...
  • Wirtschaftliche Zielsetzungen in der sozialen Marktwirtschaft 
  • Volkswirtschaftliche Schwankungen und Konzepte der Wirtschaftspolitik
  • Wirtschaftspolitische Entscheidungsfelder: Beschäftigung und Einkommen, Geld und Währung, Außenwirtschaft
... und Recht
  • Grundlagen unserer Rechtsordnung
  • Grundfragen und juristische Arbeitstechnik
  • Prinzipien des Strafrechts
  • Aufbau des Bürgerlichen Gesetzbuches; Analyse und Anwendung von Rechtsnormen: Recht der Leistungsstörungen, Eigentumsordnung

Wirtschaft und Recht als Kernfach am WSG-W

Am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium mit wirtschafts- wissenschaftlicher Ausrichtung (WSG-W) wird Wirtschaft und Recht in den Jahrgangsstufen 8 mit 10 als Kernfach jeweils mindestens zweistündig und ggf. in weiteren Profilstunden unterrichtet. Hier werden die für die anderen Ausbildungsrichtungen vorgesehenen Themenfelder vertieft und durch zusätzliche Inhalte ergänzt.

Jahrgangsstufe 10 WSG-W-Zweig

In der Jahrgangsstufe 10 des WSG-W wird der Standort Deutschland aus der Sicht der privaten Haushalte und der Unternehmen mit anderen Ländern verglichen. Die vertiefte Behandlung des Konzepts der Nachhaltigkeit festigt bei den Schülern die Verantwortungsbereitschaft für den Erhalt der Lebensgrundlagen der nachfolgenden Generationen.

Sozial-, Forschungs- und Betriebspraktika

Informationen rund im das Sozial-, Forschungs- und Betriebspraktikum für die zehnten Klassen:

Wer? Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10
Wann? In den letzten zwei Wochen des Schuljahres
Wo? Soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser, Alten- und Kinderheime, Sozialstationen, Behindertenwerkstätten, Sonderpädagogische Schulen, Forschungseinrichtungen wie Universitäten (z.B. gute Erfahrungen mit der Uni Ulm), Laboratorien, Forschungsinstitute, Messstationen, Industrie- und Handwerksbetriebe, Banken, Versicherungen, Steuerberatungs- oder Anwaltskanzleien, Arztpraxen, Schulen in Verbindung mit Schülerhort, Notariate usw.
Betreuer: Dr. Michael Brandmaier
Ablauf des Praktikums:

Die zehn Tage am Ende des Schuljahrs sind schnell vorbei. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig zu informieren und sich möglichst schon in den ersten Monaten des Schuljahres eine Zusage von der Praktikumsstelle einzuholen (Bestätigung der Praktikumsstelle). Die Dauer des Praktikums erstreckt sich über neun Arbeitstage und wird an einer Praktikumsstelle abgeleistet. Bei der Auswahl der Praktikumsstelle sollte darauf geachtet werden, dass die Dauer von neun Arbeitstagen eingehalten werden kann, um zu gewährleisten, dass Erfahrungen im Arbeitsalltag gesammelt werden können. Erst dann kann man von einem nachhaltigen Einblick in die Arbeitswelt sprechen. Einige Firmen bieten mittlerweile ein nur einwöchiges Schnupperpraktikum an. Für eine Schulveranstaltung eignet sich diese Variante nicht, da ein vertiefter Lerneffekt nicht erzielt werden kann. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass ein Acht-Stunden-Tag möglich ist.
Viel Erfolg bei der Suche nach einem hoffentlich ertragreichen Praktikumsplatz!

Weitere wichtige Datei: Anschreiben für Unternehmen (Download)

Vergangene Oberstufenseminare

An dieser Stelle geben wir einen Überblick über abgehaltene Oberstufenseminare im Fach "Wirtschafts- und Rechtslehre". Weitere Seminare sind im Bereich Q-Phase aufgelistet:

P-Seminar "Regionale Wirtschaftskontakte"

Wir, die Schüler des P-Seminars "Regionale Wirtschaftskontakte" unter der Leitung von Herrn Dr. Michael Brandmeier, haben einen Projekttag am 8. Oktober 2014 geplant, zu dem wir verschiedene Firmen aus der Region eingeladen haben. Diese Firmen referieren über ihr eigenes Unternehmen, Karrierechancen, Ausbildungsmöglichkeiten und duales Studium – eben alles, was die Schüler der Oberstufe für ihr späteres Berufsleben wissen sollten.

Was das Seminar darüber hinaus erarbeitet hat:

  • Vortrag von Herrn Rechtsanwalt Ralf Roth über das Thema „Insolvenzrecht“ für die 10. Jahrgangsstufe organisiert.
  • Vortrag des Projektpartners BMW Group zum Thema Qualitätssicherung und Beschaffung
  • Workshop mit der Firma ebm papst
  • Termin des Projekttages (vgl. Programm)

Die Projektpartner des Seminars:

  • Audi AG,
  • BMW Group,
  • Dräxlmaier Group
  • ebm papst,
  • Ingenieurbüro Kroyer,
  • Mipa GmbH,
  • Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding,
  • Rechtsanwaltskanzlei Roth & Partner,
  • Sparkasse Landshut.  


Organisation und Planung der obigen Veranstaltungen übernahmen die acht Schüler des P-Seminars. Jeder Schüler war Ansprechpartner für ein bestimmtes Unternehmen und hielt eigenverantwortlich Kontakt zu den Referenten. Am Projekttag übernahmen die Schüler die Moderation.

 

P-Seminar "Schule trifft Wirtschaft"

Der Projekttag „Schule trifft Wirtschaft“ war der Höhepunkt des Projekts des P-Seminars „Regionale Wirtschaftskontakte“ unter der Leitung von Dr. Michael Brandmeier am Maristen-Gymnasium. Ziel dieses P-Seminars ist, die Schüler in Kontakt mit Unternehmen in der Region zu bringen, damit sie sich aus erster Hand über Berufsfelder informieren können, die Unternehmen anbieten.
Zu diesem Projekttag luden acht Schüler des P-Seminars Referenten von sieben Unternehmen aus Nieder- und Oberbayern ein. Diese sollten den insgesamt 150 Oberstufen- Schülern der Q11 und Q12 ihr Unternehmen sowie die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Verbindung mit dem Unternehmen (duales Studium) vorstellen.

Dieser Projekttag beschloss außerdem die Vortragsreihe am Maristen- Gymnasium, die zu folgenden Themen stattfand: Insolvenzrecht, Einkauf- und Qualitätssicherung und zu Studium und Karriere bei ebm papst Landshut.
Verena Laub von der Audi AG in Ingolstadt, Dr. Werner Weigl, geschäftsführender Gesellschafter der BBI Bauer Beratende Ingenieure GmbH, Kristina-Maria Berger und Bettina Kratzer von der BMW Group München, Claus Sterl, Personalleiter von der Mipa AG in Essenbach, Olga Mehlbrant und eine Kollegin von der Raiffeisenbank Altdorf/ Ergolding eG sowie Rechtsanwalt Rolf Roth und Peter Detterbeck von der Sparkasse Landshut stellten den Schülern die Aus- und Weiterbildung in ihren Unternehmen vor. Die acht Schüler des P-Seminars waren die Ansprechpartner für die Referenten und bereiteten zum Teil auch inhaltlich die Präsentationen mit vor.

Nach der Begrüßung der Referenten durch Schulleiter Christoph Müller stellten sich die Vertreter der Firmen kurz den Oberstufen-Schülern vor. Die sieben parallel stattfindenden Präsentationen von 20 Minuten Dauer wurden erst einmal wiederholt, bevor sich die Referenten und Schüler in einer Pause für die dritte und vierte Präsentation stärken konnten. Ein Abschlussbuffet rundete den erfolgreichen Projekttag ab, von dem die Referenten und Schüler gleichermaßen positive Eindrücke mitnehmen konnten.

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