Non scholae sed vitae discimus – nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. In diesem Sinne hat die lateinische Sprache immer noch nichts von ihrem alten Nimbus eingebüßt.

Latein ist Basissprache und Wurzel Europas, Trainingsfeld für die Muttersprache und für alle modernen Sprachen und erweitert allgemein die Sprachkompetenz. Außerdem ist Latein durch die klare Strukturierung förderlich für Lernen und logisches Denken. Latein, das gymnasiale Schulfach schlechthin, bedeutet aber auch Wissensbereicherung und Selbstreflexion.

An unserer Schule wird Latein als zweite Fremdsprache ab der 6. Klasse bis zur 10. Klasse unterrichtet, also bis zum Erwerb des Latinums. Es kann dann weiterhin auch in der Oberstufe belegt werden, und damit besteht die Möglichkeit für unsere Schüler im Fach Latein eine schriftliche oder auch mündliche Abiturprüfung abzulegen. Besonders sprachbegeisterte Schüler können nach der 9. Klasse auf der Basis von gesicherten Lateinkenntnissen Latein durch eine spätbeginnende Fremdsprache ersetzen und dann optional über eine schulinterne Feststellungsprüfung das Latinum erwerben.

„Wer Latein lernt, erfährt auch etwas, was die Römer spiritus nannten: Geist, Schwung, Leben“, heißt es in einem Artikel der SZ-Ausgabe vom 10. Januar 2015. Latein ist also die tote Sprache, die nicht tot zu kriegen ist. Quod erat demonstrandum!

Fachbetreuung: Gabriele Rogalli

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