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Ein Geodät erklärt den Klimawandel


Besuch von Prof. Dr. Ludwig Hoegner für zehnte Klassen

Was macht eigentlich ein Geodät? Ganz einfach, er ist Experte für Geodäsie. Und einen echten Professor der Geodäsie, nämlich Herrn Prof. Dr. Ludwig Hoegner, der an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München forscht und lehrt, durfte das Maristen-Gymnasium heute begrüßen. Eingefädelt wurde dieser Besuch von Frau Ruth Müller, Abgeordnete im Bayerischen Landtag und kommissarische Generalsekretärin der SPD – der Partei, der auch der Urgroßvater von Herrn Prof. Hoegner angehörte, der nicht weniger als das Amt des ersten Ministerpräsidenten Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg bekleidete.

Aber zurück zur Geodäsie, der Wissenschaft von der Vermessung der Erde. Geodäsie, so erklärte Herr Prof. Dr. Hoegner den anwesenden Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe, stecke heutzutage in jedem Smartphone, denn jedes moderne Handy verfügt über eine Kartensysteme und Kameras, mit denen Positionen bestimmt werden können.

In der Geodäsie drehe sich aber auch ganz viel um das Klima, denn die Informationen, die durch Vermessungen entstehen, sind eine wichtige Grundlage im Kampf gegen den Klimawandel und im Klimafolgenmanagement, beispielsweise in der Beobachtung von schmelzenden Gletschern.

Eigentlich ging es im Vortrag von Prof. Dr. Hoegner aber gar nicht um den Begriff und die Wissenschaft der Geodäsie – die er aber so spannend darstellte, dass ihn nach seinem Vortrag eine ganze Traube von Schülerinnen und Schülern umzingelten, die unbedingt mehr über den Studiengang Geodäsie erfahren wollten -, sondern um das Thema Klimawandel.

„Klimaschutz jetzt“ war dann auch folgerichtig der Titel seines Vortrags. Prof. Dr. Hoegner gelang es, den Klimawandel mit vielen Fakten über die Klimaschwankungen der letzten Jahre und den massiven Temperaturanstieg anschaulich und schülernah zu erklären. Er räumte mit Vorurteilen auf, ging auf die besondere Problematik der heißen Sommer in urbanen Regionen, in denen viel Fläche zubetoniert ist, ein und thematisierte auch die Rolle, die Privathaushalte spielen.

Gerade für junge Menschen, die sich hinsichtlich der Klimakatastrophe zu Recht große Sorgen machen, sei es unabdingbar, diese Fakten zu kennen um entsprechend handeln und sich engagieren zu können. Schließlich sei sogar in der Bayerischen Verfassung im sogenannten „Naturschutzparagraphen“ Art. 141 der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen und ganz besonders die Verantwortung für die kommenden Generationen explizit genannt.

Mit seinen lebhaften und hochinteressanten Ausführungen gelang es Herrn Prof. Dr. Hoegner, die Schülerinnen und Schüler für das Thema Geodäsie zu begeistern und beeindruckte sie, indem er ihre Fragen sehr ernsthaft, ausführlich und auf Augenhöhe beantwortete.

Wir hoffen auf weitere Projekte mit Herrn Prof. Dr. Hoegner, denn das Thema Klimawandel wird ab dem nächsten Schuljahr, unter anderem mit einem brandneuen Erasmus+-Projekt namens #ifnotnow, eine besondere Rolle am Maristen-Gymnasium spielen.

sh

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