Stetige Verbesserung

Peter Brendel (Mitte, stehend) leitete von Mittwoch bis Freitag das Pilot-Seminar nur Selbstbeurteilung am Gymnasium im Schulungszentrum Kloster Furth.
MGF Teil eines Selbstbewertung-Programms der MB-Dienststelle
Stillstand ist Rückschritt, heißt es oft so. Und deswegen sind nicht nur Unternehmen, sondern in zunehmendem Maße auch Schulen immer mehr dabei, das eigene „Unternehmen“, also das Unterrichten und Arbeiten, insbesondere aber die Förderung der jungen Menschen, zu evaluieren und – wenn nötig – die Rahmenbedingungen, aber auch die Umsetzung anzupassen. Dies geschieht, fürs MGF etwa durch das Katholische Schulwerk in Bayern (KSW), seit vielen Jahren durch sogenannte externe Evaluierungen. Das MGF wurde hier zuletzt im vergangenen Schuljahr durch ein Team des KSW beurteilt, die Zertifizierung erfolgt im kommenden Frühjahr. In den Fokus rückt bei einem solchen Qualitätsmanagement mittlerweile aber iauch mmer mehr eine zusätzliche Beurteilung durch eine Selbstbewertung, die von den Verantwortlichen der Schulen selbst durchgeführt wird.
Zuletzt war das Maristen-Gymnasium nun vergangene Woche auf Einladung des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Niederbayern drei Tage im Schulungszentrum Furth zu Gast, um an einem Pilot-Seminar, ausgearbeitet vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) für eben diese Selbstbewertung teilzunehmen – als einzige Schule in kirchlicher Trägerschaft überhaupt bisher. „Das ist eine große Ehre und ein Vertrauensbeweis“, erklärte Schulleiter Christoph Müller, der mit Mitgliedern seiner Erweiterten Schulleitung und MAV-Vorsitzender Heidi Jung an der Tagung teilgenommen hatte.
Leitender Oberstudiendirektor Peter Brendel, vor allem aber MB-Mitarbeiterin Anita Ulbrich leiteten die Vertreterinnen und Vertreter von Mittwoch bis Freitag im Schulungszentrum Furth an, eine solche Selbstbewertung unter Miteinbezugnahme vieler verschiedener Faktoren durchzuführen. Es galt hierbei zunächst, eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustands an den Schulen durchzuführen. Bereiche einer solchen Selbstbeurteilung sind etwa die Unterrichtsentwicklung und die Zusammenarbeit verschiedener Fächer, aber auch viele praktische Bereiche wie die Sauberkeit und technische Ausstattung in und rund um das jeweilige Schulhaus.
Nach der Feststellung des Ist-Zustands geht es bei der Selbstbewertung denn aber auch darum, Handlungsstrategien zu erarbeiten. Welche Defizite bestehen zum Zeitpunkt der Evaluierung und womit können diese behoben werden? Auch das Team des MGF führte während der zweieinhalb Tagen eine intensive Beurteilung der momentanen Situation durch und verglich diese zudem mit der erst kürzlich durchgeführten externen Evaluierung. Manche Qualitätsbereiche wurden dabei – mithilfe beider Überprüfungen – schon als „sehr gut“ beurteilt, für andere gibt es noch Verbesserungspotential an unserer Schule. „In den nächsten Wochen wird es nun darum gehen, dass wir gemeinsam Ziele formulieren und Strategien entwickeln, um mögliche Lücken zu schließen“, berichtete Schulleiter Christoph Müller am Rande der Tagung weiter. Welche Lücken das genau sind, das wird eine Arbeitsgruppe in den nächsten Wochen noc klarerer definieren und vor allem aber Ziele dafür benennen und Umsetzungen vorschlagen. „Uns ist die Weiterentwicklung am MGF zum Wohl der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen wichtig“, resümierte OStD Christoph Müller, „und deswegen ist es uns ein Anliegen, uns stets zu verbessern.“
Unser Dank gilt der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Möglichkeit der Teilnahme am Pilot-Seminar und für die vielen Anregungen zur Selbstbeurteilung sowie den beiden anderen beteiligten Schulen aus Landau und Deggendorf für den regen Austausch.
