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Marcellin auf der Spur


Elftklässler zu Besuch am Gründungsort der Maristen

„I am Gier“ ist nicht nur die Aufschrift auf einem T-Shirt, das einige Schülerinnen und Schüler in l’Hermitage erworben haben, sondern trifft auch durchaus auf unserer Erfahrungen im Mutterkloster der Maristen zu. Der Gier prägte nämlich unsere gesamte Fahrt: Er fließt nicht nur durch das idyllische Gelände von l’Hermitage, er begleitete uns auch die gesamte Woche über.

Bereits um 4 Uhr morgens hieß es am ersten Tag „au revoir Furth“ und der lange Weg nach Frankreich, gespickt von schönen Landschaften und faszinierenden Aussichten in der Schweiz, konnte beginnen. Nach einer glücklicherweise fast staufreien Fahrt, begrüßte uns der Gier fröhlich plätschernd am frühen Abend in l’Hermitage.

Am nächsten Tag lernten die Schülerinnen und Schüler den Gründer der „kleinen Brüder Mariens“, Marcellin Champagnat, besser kennen und durften dabei auch ihrem eigenen Lebensweg, ihren Einstellungen und Erfahrungen nachspüren. Der Tag begann mit einem Besuch des Geburtsorts Marcellins, le Rosey, wo vor allem die Familie und die Geschichte Marcellin Champagnats im Vordergrund standen. Am Nachmittag erkundeten wir das Haus „Maison Champagnat“ und den Ort la Valla, in dem die erste Maristengemeinschaft ihren Anfang nahm. Vom Keller bis zum Obergeschoss konnten verschiedene Aspekte des gemeinschaftlichen Lebens und Arbeitens von der Gründungszeit mit dem heutigen maristischen Leben verglichen werden. Über den gesamten Tag blieb es stets wichtig, nicht nur damalige Umstände kennenzulernen, sondern auch persönliche Erfahrungen zu reflektieren.
Nach dem Tag in der malerischen dörflichen Umgebung von le Rosey und la Valla wurde es Zeit, auch die reiche Natur rund um den Gier zu genießen. Ein spannender Weg führte uns über zwei Staudämme zurück nach l’Hermitage.

Immer im Blick oder in Hörweite des Giers beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler am Mittwoch mit den 5 maristischen Werten: „Präsenz“, „Einfachheit“, „Familiensinn“, „Liebe zur Arbeit“ und „In der Weise Mariens“. Auch hier nahmen sie Bezug zu ihren ganz persönlichen Werten und Ansichten. Zusätzlich hatten sie die Gelegenheit, Marcellins Arbeits- und Schlafzimmer, das direkt an den Gier grenzt, besuchen zu können. Noch völlig im Einfluss der maristischen Werte und Marcellins Lebens gestalteten die Schülerinnen und Schüler am späten Nachmittag eine kleine Andacht in der Kirche Notre Dame de l‘Hermitage zum Thema „Dankbarkeit und Zufriedenheit“. Den Ausklang des Tages bildete dann ein spannender, lustiger und aufregender Spieleabend.

Auch am Donnerstag folgten wir dem Gier bis zu seiner Mündung in die Rhône, begaben uns dann aber flussaufwärts nach Lyon. Dort erkundeten die Schülerinnen und Schüler zunächst gruppenweise die Stadt, bevor es zur sehr heißen Mittagszeit in die beeindruckende und imposante Basilika Notre Dame de Fourvière ging, die unter anderem auch ein Weltkulturerbe ist. Da es dort so vieles zu entdecken gibt, von großen Mosaiken, über prächtige Wandmalereien bis hin zu einer riesigen Krypta unterhalb der Kirche, verging die geplante Zeit wie im Fluge. Den restlichen Nachmittag und Abend verbrachten die Schülerinnen und Schüler wiederum in Gruppen, während sie in der zweitgrößten Stadt des Landes das „la vie en France“ spüren und erleben konnten, bevor der letzte Abend in l’Hermitage anbrach.

Nach einer rundum gelungenen Fahrt und mit vielen neuen Erfahrungen ging es am Freitag nach dem Frühstück zurück nach Furth.

Text/Fotos: de/hk/Hanna Kaus/PR-Team l’Hermitage

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