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Eintauchen ins Alte Rom


Schüler spielen gens togata

Im Lateinunterricht darf man sich heute verkleiden – als Römer oder Römerin natürlich nach der Kleiderordnung im Alten Rom. Die Tunica ist ja schnell übergezogen, ebenso eine palla, vielleicht auch noch eine stola darüber, aber mit einer Toga ist das schon viel schwieriger. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe versuchten sich darin, eine Toga zu wickeln, das bedeutet ein sehr langes und breites Stück Stoff ohne Knoten, Bänder, Fibeln oder sonstige Befestigungen um den Körper zu drapieren. Nun heißt es nur noch Haltung bewahren, das nur ja nichts verrutscht, noch das richtige Schuhwerk dazu, und fertig!

Die Römer wurden auch als gens togata, Toga tragendes Volk, bezeichnet. Sie galt als Kennzeichen des römischen Bürgers. Für Fremde, Sklaven, aber auch Frauen war es nicht üblich eine Toga zu tragen. 

Aber Toga ist nicht gleich Toga: 
Die höheren Magistrate trugen eine mit einem breiten Purpurstreifeneingefasste Toga, die toga praetexta. Bei gewöhnlichen Leuten war die Toga aus naturfarbener Wolle, die toga alba, bei Angeklagten und bei Trauernden dunkel, die toga pulla. Im Sommer trug man die toga rasa aus luftig leichtem, dünnem Stoff, im Winter dagegen die toga pinguisaus Wollstoff. Der genaue Leser hat es schon gehört: Daher kommt der Name „Pinguin“. Äußerst interessant ist noch der Name für die Toga, die die Bewerber um ein öffentliches Amt anzogen. Diese war nämlich ganz weiß, die sogenannte toga candida – daher heute immer noch der Begriff „Kandidat“. Latein hat wieder einmal Spuren hinterlassen!

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