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Ein Licht für Europa

Zu einer Podiumsdiskussion trafen sich unter anderem Dr. Jörg Wojahn von der EU-Kommission (links), Schulleiter Christoph Müller (3.v.r.) und Landrat Peter Dreier (2.v.r.) am Maristen-Gymnasium.
Zu einer Podiumsdiskussion trafen sich unter anderem Dr. Jörg Wojahn von der EU-Kommission (links), Schulleiter Christoph Müller (3.v.r.) und Landrat Peter Dreier (2.v.r.) am Maristen-Gymnasium.

Podiumsdiskussion zu europäoschen, christlichen und humanistischen Werten

„Unsere Werte: Europäische, christliche und humanistische Bildung und Erziehung an Bayerns Schulen“ war der Titel des Pädagogischen Tages 2022. Und er war das Thema einer Podiumsdiskussion und zeigte einmal mehr den Anspruch des Maristen-Gymnasiums Furth an sich selbst: unsere Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, verschiedenartige Zugänge zur Geschichte und Kultur Europas zu finden und ihnen aufzuzeigen, was ihr Beitrag zu einer friedlichen Zukunft in Europa sein kann.

Wie können wir unseren Schülerinnen und Schülern in einer Zeit der Krisen und Anspannungen die Werte, für die das Maristen-Gymnasium steht, näherbringen und was können die einzelnen Fächer dafür leisten? Wie können wir ihnen dabei helfen, auf der Basis des christlichen Glaubens eine klare Orientierung über die grundlegenden Werte und Ziele des Menschseins zu erhalten? Diesen Fragen stellten sich die Lehrerinnen und Lehrer anlässlich des Pädagogischen Tages am Buß- und Bettag in insgesamt fünf Fachgruppen (siehe Bericht). So viel neue Ideen, so viele Aspekte und so viele Handlungsansätze gab es in den einzelnen Fachgruppen, dass Schulleiter OStD Christoph Müller beim anschließenden Festakt von einer „Sternstunde“ des gemeinsamen Arbeitens sprach, die langfristigen Einfluss auf das unterrichtliche Wirken am Maristen-Gymnasium haben werde. Er dankte den Kolleginnen und Kollegen für ihre spannenden und teilweise auch lustigen Beiträge und wies in seinen einleitenden Worten zu dem sich anschließenden Festakt noch einmal auf eine veränderte Weltsituation hin, die es für eine Schule unabdingbar mache, sich mit Wertevermittlung zu befassen und ein positives Grundverständnis der Europäischen Union und der christlichen Werte zu vermitteln. Ganz besonders sei es ihm ein Anliegen, das Thema „Humanismus“ in der unterrichtlichen Arbeit des Gymnasiums zu verankern, seien es doch die humanistischen Werte, auf denen das Europa von heute fußt.

„Ein Licht für Europa!“ nannte Kerstin Geneder, am Maristen-Gymnasium verantwortlich für den Bereich Schulpastoral, ihren religiösen Impuls und lud alle Anwesenden sein, sich ein kleines von Schülerinnen und Schülern gebasteltes Teelicht mit nach Hause zu nehmen.

Gleichzeitig diente dieser Festakt als Kick-Off-Event für das neue Erasmus+-Projekt des MGFs mit dem Titel „Europe me!“, das zusammen mit zwei Partnerschulen aus Kroatien und Spanien durchgeführt wird und für das die Schule eine großzügige Finanzierung der Europäischen Kommission erhält. Das Grußwort des Leiters der dafür zuständigen Nationalen Agentur im Pädagogischen Austauschdienst Dr. Thomas Spielkamp wurde vorgelesen von Judith Radlmeier, die im Team International der Schule dieses Erasmus+-Projekt maßgeblich mitgestaltet. Die Schulleiterin der kroatischen Schule und der Schulleiter der spanischen Schule nahmen virtuell an der Veranstaltung teil und freuten sich über das kroatische Lied „Pod kopinom“ und das spanische Lied „Boleras Sevillanas“, die im Lauf des Festaktes vorgetragen wurden.

In Vertretung für die erkrankte Hauptrednerin Ilse Aigner, die Präsidentin des bayerischen Landtags, erinnerte Ruth Müller, MdL, noch einmal an das europäische Engagement des Maristen-Gymnasiums in den letzten Jahren, das im Umkreis einzigartig sei. Eine „umtriebige“ Schule sei dieses Gymnasium aber nicht nur, was das Thema Europa betreffe, sagte die Abgeordnete des bayerischen Landtags und bedankte sich bei allen anwesenden Lehrkräften für ihre zahlreichen Aktionen.

Die anwesenden Ehrengäste Dr. Jörg Wojahn, der höchste Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, Landrat Peter Dreier und Dr. Peter Nothaft, Leiter des katholischen Schulwerks in Bayern diskutierten anschließend in einer von Christiane Allinger von Niederbayern TV moderierten Podiumsdiskussion gemeinsam mit Schulleiter Christoph Müller, den katholischen und evangelischen Pfarrern Martin Popp und Hans Christian Kley und Ursula Schwoerer, verantwortlich für den Bereich „Internationales“ am Maristen-Gymnasium über das Thema Wertevermittlung. Dr. Jörg Wojahn appellierte an die Anwesenden, den Wert der Kompromissfähigkeit, der in der Europäischen Union so wichtig sei, zu lehren und nie davon auszugehen, dass Europa ein selbstverständlicher Wert sei.

Mit diesen Worten und mit einer sehr nachdenklichen Version der schuleigenen Europahymne, dargebracht von Mira Meister und Elisabeth Büttner, endete ein rundum gelungener Tag, der viele Denkanstöße gab und der nur durch die Mitarbeit und intensive Vorbereitungsarbeit der ganzen Schulfamilie möglich war. Schulleiter Christoph Müller dankte allen Beteiligten, vor allem auch den Schülerinnen und Schülern noch einmal für ihr Engagement. Es sei ein Tag gewesen, der für ihn persönlich vor allem eines war: Eine Sternstunde.

Text:sh, Fotos:sp

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