Im Fach Geographie beschäftigen sich die Schüler mit räumlichen Strukturen und Prozessen auf der Erde. Ziel ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen. An globalen, regionalen und lokalen Raumbeispielen zeigt das Fach Geographie sowohl die gestaltende Wirkung der Naturkräfte als auch die raumprägenden Einflüsse des Menschen. Die Schüler lernen somit, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Sichtweisen und Methoden zu verbinden. Mit den Inhalten der Physischen Geographie, der Kulturgeographie und der Regionalen Geographie werden auch Kenntnisse aus anderen Geowissenschaften, wie zum Beispiel der Geologie, Meteorologie, Ozeanographie oder der Stadtplanung vermittelt.

Beiträge des Fachs zur gymnasialen Bildung und zur Persönlichkeitsentwicklung

Durch die Arbeit mit verschiedenen Kartentypen erfahren die Schülerinnen und Schüler Orientierung in regionalen und globalen Zusammenhängen. Einblicke in die Gefährdung von Ökosystemen lassen die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umganges mit natürlichen Ressourcen erkennen. In der Auseinandersetzung mit kulturgeographischen Strukturen wird einerseits eine regionale Identifizierung gefördert, andererseits wird das Verständnis für Lebens- und Wirtschaftsweisen anderer Völker weiterentwickelt und damit ein weltoffenes Verhalten herbeigeführt. Weiterhin werden Bildungsziele wie Politisches Denken, Problemlösendes Vorgehen und das Thema Globalisierung durch die Diskussion raumwirksamer Entscheidungsprozesse verfolgt. Schließlich erwerben die Schüler durch vielgestaltige Informationsverarbeitung an Hand aktueller weltweiter Themen und Vorgänge die erforderliche Medienkompetenz.

Schwerpunktsetzung an der kirchlichen Schule

Die Lehrplaninhalte eines kirchlichen Gymnasiums unterscheiden sich grundsätzlich nicht von denen eines staatlichen bayerischen Gymnasiums. Allerdings ermöglicht es die Arbeit an unserem Maristen-Gymnasium, dass wir die Bildungsziele, die oft stark mit Werthaltungen einhergehen, nicht per se stehen lassen müssen, sondern sie mit einer christlichen Grundeinstellung verbinden können, und ihnen so erst ihre eigentliche Tragfähigkeit verleihen können. Die Achtung vor der Schöpfung und das Bemühen um ein mitmenschliches Zusammenleben sind daher für uns von zentraler Bedeutung. 

Fachbetreuung: Johannes Räpple

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