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Europa als einzigartige Chance

Unter anderem mit dem Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Tobias Bütow, konnten die Schüler virtuell diskutieren.
Unter anderem mit dem Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Tobias Bütow, konnten die Schüler virtuell diskutieren.

Teilnahme am Deutsch-Französischen Entdeckungstag – diesmal virtuell

Einmal eine echte Staatssekretärin und den Leiter des Deutsch-Französischen Jugendwerks kennenlernen und mit ihnen über Anliegen der Jugend diskutieren? Dies war möglich im Rahmen einer ganz besonderen Französischstunde für ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe.

Die Schülerinnen und Schüler des Französischkurses Q11/Q12 hatten die Gelegenheit, mit der Staatssekretärin Margit Gottstein aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Dialog zu treten. Auch der Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Tobias Bütow, war bei dem Gespräch anwesend.

Während der Online Konferenz konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, die sie teilweise vorher schon in Gruppenarbeit ausgearbeitet hatten und bekamen so Einblick in die Arbeit einer Staatssekretärin und die Aufgaben des Deutsch-Französischen Jugendwerks und den Deutsch-Französischen Freiwilligendienst.

Wie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Frankreich zusammenarbeitet, das erklärte Margit Gottstein, die seit 2021 Staatssekretärin ist und in dieser Funktion die Bundeministerin Lisa Paus vertritt. Beispielsweise gibt es den Deutsch-Französischen Ministerrat, in dem die zuständigen Ministerien sich regelmäßig über gemeinsame Projekte absprechen. Es sei ihr auch persönlich ein Anliegen, Politik vor allem für Jugendliche verständlich und greifbar zu machen und, ganz wichtig, Neugierde zu wecken – in diesem Fall auf das Nachbarland Frankreich. Junge Menschen sollen an Austauschen teilnehmen, um einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen. Mit dem Jahr 2022, dem „Europäischen Jahr der Jugend“, rückt auch die Europäische Union die Bedürfnisse der jungen Menschen in den Vordergrund und möchte ihnen ein Sprachrohr bieten.

Austauschprogramme werden in vielen Fällen von den Schulen, aber auch maßgeblich vom DFJW, dem Deutsch-Französischen Jugendwerks, organisiert, dessen Leiter Tobias Bütow die Fragen der Schüler*innen  in der Online-Konferenz ausführlich beantwortete. Sein eigener Schüleraustausch sei ihm unvergesslich. Das DFJW, so Tobias Bütow, möchte junge Menschen dafür begeistern, sich für die deutsch-französische Zusammenarbeit und für Europa zu engagieren. Es fördert, zusammen mit vielen Partnern und Verbänden, pro Jahr ca. 200.000 Jugendliche nach den Richtlinien des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, der 1963 von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer im Élysée-Palast unterzeichnet wurde. Ganz aktuell werden beispielsweise auch junge Menschen in der Ukraine gefördert, die sich trotz des Kriegs in ihrem Land für die deutsch-französische Freundschaft engagieren wollen.

Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Arbeit des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Den Beginn des Krieges bezeichnete Tobias Bütow als „Zäsur“, die das DFJW dazu veranlasste, Hilfsmaßnahmen für junge Menschen aus der Ukraine in die Wege zu leiten. Auch das deutsch-polnische Jugendwerk biete hier beispielsweise viele Maßnahmen an. Die europäische Familie der Jugendwerke sehe es als höchst dringliche Aufgabe an, jungen Geflüchteten, die sich momentan in Deutschland, Frankreich oder Polen befinden, Hilfestellungen zu leisten und sie auch schulisch zu unterstützen.  

Der „Deutsch-französische Entdeckungstag“ wurde im Jahr 2006 auf Initiative der deutschen und französischen Regierung ins Leben gerufen. Seitdem steht das Projekt unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amts und des französischen Außenministeriums (Ministère de l'Europe et des Affaires étrangères). Organisiert wird dieser Tag vom Deutsch-Französischen Jugendwerk bwz. Office franco-allemand de la jeunesse (DFJW/OFAJ), dessen Hauptaufgabe es ist, jungen Menschen zu ermöglichen, an einem Austauschprogramm mit dem Partnerland teilzunehmen.

Auch das Maristen-Gymnasium nahm schon wiederholt am „Deutsch-Französischen Entdeckungstag“ teil. Unvergessen ist allen Beteiligten der Besuch der renommierten und weltweit bekannten Unternehmensberatung  Roland Berger in München im Jahr 2019. Auch in diesem Schuljahr soll noch ein „echter“ Entdeckungsbesuch eines Unternehmens, das die deutsch-französische Zusammenarbeit täglich lebt, folgen.

sh

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