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Unterricht "Down Under"


Karina und Leon berichten von ihrem Auslandsaufenthalt

Immer wieder nehmen unsere Schülerinnen und Schüler an einem Austauschprogramm teil, etwa vom Bayerischen Jugendring – es geht hinaus in alle Welt. Sie besuchen dann ihre jeweiligen Gastschüler über mehrere Wochen. In einer losen Serie berichten sie hier über ihre Erlebnisse in beispielsweise Finnland, Australien oder Kanada. Heute: Karina Scheubeck aus Melbourne und Leon Goldhofer aus Dingee:

 

Karina Scheubeck, Klasse 10c, berichtet aus Melbourne

G´day Furth! 

Ich bin jetzt schon 2 Wochen in Australien, was schon ein Fünftel meines Aufenthalts ausmacht. Die Zeit verging so schnell, dennoch habe ich schon wahnsinnig tolle und schöne Erlebnisse bzw. Erfahrungen gemacht.  

In den ersten Tagen habe ich mich erst etwas eingewöhnen müssen, bin aber von meiner Gastfamilie sehr herzlich aufgenommen und wie ein Familienmitglied behandelt worden. Man hat den Jetlag, nach 22 Stunden Flug, mit Zwischenlandung in Abu Dhabi, natürlich sehr gemerkt. Doch das hat sich mittlerweile schon alles gegeben und ich würde sagen, dass ich mich schon sehr gut eingelebt habe.  

Am ersten Wochenende haben meine Gastfamilie und ich einen Tierpark besucht und viele einzigartige Tiere gesehen, wie z. B.: Kängurus, Dingos, Wombats, Koalas, Riesenschlangen und Spinnen und noch vieles mehr.  

Auch haben wir ein Shakespeare Spiel im Park von Melbourne gesehen, was sehr beeindruckend aber sehr schwer zu verstehen war und danach haben wir auch noch die Stadt Melbourne an sich gesehen welche wahninnig schön ist. 

Dann ging auch schon die erste Schulwoche los, was sehr interessant war aber auch so anders. Schuluniformen zu tragen ist hier absoluter Standard, man sieht auf unserem Schulweg jede Menge Kinder bzw. Jugendliche in den buntesten und verschiedensten Uniformen, denn jede Schule hat andere Farben und Muster.  

Ich gehe auf eine Katholische, Private Mädchenschule „Camberwell Girls Grammar School“, welche 20 Minuten, entweder mit dem Zug (und Straßenbahn) oder dem Auto von unserem Zuhause entfernt ist. Es ist ganz anders nur von Mädchen umgeben zu sein, aber eine tolle Erfahrung. Mein Schultag beginnt um 8:25 Uhr, aber manchmal auch um 7:30 Uhr (wegen Chor, Ensembles) morgens und geht bis um ca. 4Uhr nachmittags.  

Wir haben 6 Schulstunden, welche jeweils 1 Stunde lang dauern. Nach den ersten beiden Stunden hat man eine kurze Pause von etwa 20 Minuten und nach den ersten 4 Stunden dann eine große Pause auch „Lunch“ genannt, welche etwa 50 Minuten lang ist. Ich finde, dass das oftmals sehr lange und anstrengend ist, vor allem wenn man nach seinem Schultag noch dableibt um ein Hobby wie zum Beispiel Tanzen oder Tennis zu haben.  

Die Schulfächer und der Inhalt bzw. das ganze Lernsystem ist anders. Es wird viel mehr auf soziale Fähigkeiten als auf mathematische oder sprachliche Fähigkeiten eingegangen. Somit hat man in der 5. Stunde jeden Tag ein Zusammenkommen von Schülern um an der Klassengemeinschaft zu arbeiten.  

Nach der Schule werden dann oftmals zuhause gleich Hausaufgaben gemacht, da es draußen oft noch viel zu heiß ist um rauszugehen. Dennoch kann man am Abend ein bisschen Spazieren oder joggen gehen  

Nach der ersten Schulwoche stand am Samstag eine sogenannte „School-Fete“ an (Sommer Fest), welches nur einmal im Jahr ist, aber dafür riesig. Es ist vergleichbar mit unserem Volksfest, da auf dem Schulgelände Fahrgeschäfte wie ein Autoscooter oder Karusselle aufgebaut waren und auf dieser School-Fete durfte ich sogar singen, was mich unheimlich gefreut hat und mir sehr viel Spaß gemacht hat. 

Am Tag darauf, am Sonntag machten meine Austauschpartnerin, Ihr Vater und ich einen Roadtrip auf der „Great Ocean Road“. Ich würde sagen, dass dies bis jetzt das absolute Highlight war. Wir sind um 10 Uhr morgens los und an wundervollen Orten, Stränden und Kliffs vorbeigekommen und ab und zu haben wir eine kleine Pause gemacht und sind an Stränden mit vielleicht 5-10 Leuten besetzt Baden gegangen. Wir waren bis zum Sonnenuntergang unterwegs und sind dann erst wieder umgekehrt, was heißt, dass wir, ich glaube, um ca. 11-12 Uhr wieder zu Hause waren. Das war ein wirklich einzigartiger Einblick in die Schönheit der Natur Australiens. 

Zu meinem Glück ist das Wetter hier noch sehr schön warm. Die letzten 2 Wochen hatten wir immer rund 30 – 40 Grad. Doch sollte es in der kommenden Woche schon etwas kühler werden, da es ja eigentlich schon Anfang Herbst ist.  

Diese Woche Freitag am 8. März wird das „Ocean Camp“ für die deutschen Teilnehmer des Austauschs stattfinden. Auch das wird eine tolle Erfahrung, da wir dort eine Woche zum Teil am Strand und zum Teil im australischen Busch übernachten werden und surfen lernen werden. 

Alles in einem war mein Aufenthalt hier bis jetzt einfacheinzigartig, sehr interessant/lehrreich und superschön! 

Wir sehen uns bald! Liebe Grüße aus Melbourne ans MGF-Furth

 

Leon Goldhofer, Klasse 10a, berichtet aus Dingee

In meinen zwei Wochen in Dingee/Australien habe ich sehr viele Erfahrungen gesammelt und viel erlebt. 

Nach meiner Landung in Melbourne um 05.10 Uhr ging es sofort weiter mit einer zweistündigen Autofahrt nach Dingee, wo sich die riesige Farm meiner Austauschfamilie befindet. Sie haben 25 Kühe, 60 Schafe, 25 Hühner, drei Farmhunde und vier Katzen.  

Da ich nicht wirklich einen Jetlag hatte, beschloss ich den ersten Tag gleich zu nutzen, um die Gegend und die Familie besser kennenzulernen. Von Anfang an wurde ich herzlich in der Familie aufgenommen und wie ein Familienmitglied behandelt. Trotz allem war der erste Tag sehr anstrengend, weil ich mich sehr stark konzentrieren musste Englisch zu sprechen und zu verstehen. Das führte dazu, dass ich innerhalb von zwei Tagen auf Englisch dachte. Es ist für jemanden, der Bayern gewohnt ist, unvorstellbar wie unendlich, frei und ungebunden alles scheint. Hier auf dem "Land" ist alles vertrauter und weniger oberflächlich, was zur Folge hat, dass man nicht so viel Privatsphäre hat.  

Auch die Schule ist komplett unterschiedlich. Die Schule beginnt erst um 09.00 Uhr, jeden Tag nur sechs Schulstunden, der Unterricht ist einfacher, da die Australier in den meisten Fächer nicht so weit sind wie wir, sie haben nach jeder zweiten Schulstunde eine Pause und das Verhältnis Schüler-Lehrer ist lockerer und vertrauter. Mein Austauschpartner und ich unternehmen auch sehr viel wie z.B. Basketball spielen, Fischen gehen, Boomerang werfen, Schwimmen gehen, mit den Farmhunden spielen... . 

Bis jetzt kann ich eigentlich nur Gutes berichten bis auf das, dass es mir ziemlich schwerfällt, nachdem ich mich mit Deutsch beschäftigt habe (Skypen mit den Eltern, mit Freunden schreiben, etc.), wieder flüssig und gut Englisch zu sprechen. 

Zusammenstellung: Ursusa Schwoerer

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