MGF-Küchenblog


Spätestens seit der Ausgangsbeschränkung sind viele auf der Suche Beschäftigung zu Hause. Eine Idee: Kreativ und abwechslungsreich kochen. Schulleiter Christoph Müller und Matthias Spanrad aus der Erweitrerten Schulleitung kochen beide viel – und wollen in der nächsten Zeit Rezeptideen hier online stellen – jeweils mit Zutaten und kurzer Anleitung. Wer gerne etwas beitragen möchte für den ersten MGF-Foodblog, schickt Foto, Einkaufsliste und kurzte Beschreibung für die Zubereitung an beide (christoph.mueller@maristen-gymnasium.de bzw. matthias.spanrad@maristen-gymnasium.de). Viel Spaß beim Nachkochen!

Spaghetti Ragú


Zutaten: 800-1000g Hackfleisch (gemischt oder Rind), 100g Speck in feinen Würfeln, 80g fein gewürfelter Sellerie, 80g fein gewürfelte Gelbe Rüben, 80g fein gewürfelte weiße Zwiebeln, 2 EL Tomatenmark, 150ml Weißwein, Lorbeerblatt, Salz/Pfeffer, Nudeln nach Geschmack (am besten passen Spaghetti, pro Person und Hunger etwa 130g), Parmesan

Zubereitung: Speck und Hackfleisch portionsweise anbraten und beiseite stellen. Im Bratensaft das Gemüse andünsten, Speck und Fleisch wieder dazugegen. Mit dem Tomatenmark vermischen und mit dem Weißwein ablöschen. Lorbeerblatt und Salz/Pfeffer nach Geschmack dazugeben und mindestens eine Stunde und bei kleiner Stufe einkochen lassen. Mit Spaghetti und ordentlich Parmesan servieren.

Reicht für mindestens vier Personen. Schwierigkeit: 1 von 5

sp

Lachs-Scampi-Burger

Zutaten: 200g frisches Lachsfilet, 200g Scampi (Tiefkühl-Wahre reicht vollkommen), 100ml Sahne, Sojasoße, 1/2 Zitronengras, Salz, Chili, Burgerbuns, 1 frische Mango.

Zubereitung: Lachsfilet von der Haut befreien und fein würfeln. Scampi auftauen, in Stücke schneiden und pürieren. In der Zwischenzeit Sahne, Sojasoße (nach Geschmack, eher weniger) und Zitronengras (vorher anstoßen) aufkochen und abkühlen lassen. Lachswürfel, Scampi-Farce vermengen und mit dem Sud vermengen, mit Salz und Chili nach Geschmack würzen. Zu drei bis vier Burgerbuns formen und bei milder Hitze in der Pfanne goldbraun backen. Die frische Mango schälen. 3/4 pürieren, den Rest in feine Würfel schneiden und vermengen. Wer mag, mit getrocknetem Chili würzen. Lachspattys, Mango-Soße und Burgerbuns zusammenbauen.

Dazu passem zum Beispiel Karotten-Pommes. Schwierigkeit: 2 von 5

sp

Thai Chicken Curry


Zutaten: ca. 800 g Hühnchenbrust (Pute geht auch, mag ich aber nicht so gern) – schneidet das Fleisch in Stücke (nicht zu klein und nicht zu groß – macht es so wie bei der Sauce gestern: „keine Suppe und kein Brei“…), Olivenöl, Sahne (wer Kokosmilch zu Hause hat - etwas besser; am Ende aber nicht so wichtig, beides schafft die gleiche Viskosität – fragt Eure Bio- und Chemie-Lehrer, was Viskosität ist), Curry-Pulver (mit Pasten kochen wir erst in einer der späteren Wochen), Gemüse (wie gesagt: was Ihr habt und mögt – Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, was auch immer……), Kurkuma (unbedingt – Ihr wollt eine schön gelbe Farbe), Reis nach Menge und Geschmack (am besten Basmati, Parboiled geht auch) ACHTUNG!!!! Habe ich vergessen in meiner Einkaufsliste (liebe Eltern, die Kinder müssen noch mal kurz raus morgen – ohne Reis geht das nicht)

Zubereitung: Ihr braucht zwei Koch-Gefäße: eine Pfanne (am besten eher hoher Rand und beschichtet, damit Euch nix anbrennt) und einen Topf zum ReisKochen (sagte ich schon, dass ich den vergessen habe. Nehmt bloß nicht den Risotto-Reis – NO GO!) • Gebt Olivenöl in die beschichtete Pfanne und erhitzt es. Gebt das geschnittene Hühnchen-Fleisch dazu und bratet es an (anbraten heißt anbraten, also warten, bis es schön braun ist – öfter mal wenden mit einem Holz-Kochlöffel, dann wieder warten, bis es leicht anbrät usw., Fleisch salzen und pfeffern). • Jetzt müsst Ihr das Fleisch rausnehmen und auf einen Teller legen. • Das Gemüse wird jetzt angebraten – und hier genau wird es schwierig und hier müsst Ihr Euer Gefühl walten lassen. Zuerst kommen die Gemüse, die lange brauchen, also Karotten z. B., und am Ende kommen Blatt-Gemüse wie Spinat (falls Ihr den genommen habt). Ihr könnt nichts verkehrt machen, außer den Garpunkt eines Gemüses zu verpassen. Das macht nichts – dieses Problem erledigt das Älter-Werden, wenn Ihr sowas öfter macht. Grundregel: Je härter sich das Gemüse im RohZustand anfühlt, desto länger braucht es auch beim Kochen (so ungefähr). Zurück zum Rezept: Gebt die Gemüse (in kleineren Stücken natürlich, Knoblauch klein geschnitten, Zwiebeln in Scheiben, den Rest in Würfeln oder Scheiben, das muss nicht einheitlich sein) nacheinander in die Pfanne, in der Ihr vorher das Hühnchen angebraten habt (vielleicht noch ein bisschen Öl dazu), bratet sie an. Schwenkt sie durch. Gebt Wasser dazu – das ist jetzt ein bisschen wie Ragù-Kochen. Ihr wisst schon, irgendwo zwischen Suppe und Brei liegt die kulinarische „Wahrheit“. Probiert auch, was passiert in Eurer Pfanne. Gebt Salz dazu, Pfeffer auch. Und das Curry-Pulver. Das alles sollte ungefähr 10 Minuten dauern – und ist zugegeben nicht ganz einfach. Gemüse-Kochen ist überhaupt schwierig! Schafft Ihr! • Wenn Ihr das Gefühl habt, das Gemüse ist fertig (kein Matsch, dann habt ihr den Zug verpasst / nicht zu hart, weil nicht genießbar), dann schüttet Ihr einen Becher Sahne (oder Kokosnuss-Milch) darauf und lasst das ganze kurz aufkochen und reduzieren – jetzt auch Kurkuma dazugeben (Achtung: Ein Koch bleibt am Herd – Sahne kocht leicht über. Das wollt Ihr nicht von der heißen Ofen-Platte kratzen und weg-putzen). • Jetzt gebt Ihr das angebratene Hühnchen-Fleisch dazu und lasst es mitkochen (Huhn MUSS durch sein – aber es reichen bei Stücken dieser Größe auch 7-8 Minuten). Das Curry ist fertig. Jetzt kann man noch Zitronen- oder Limetten-Saft dazugeben – oder kurz vor dem Servieren noch frischen Ingwer darüber reiben oder Koriander darüber geben (muss aber nicht sein). Petersilie haben wir auf der Einkaufsliste – der gibt eine leicht pfeffrige Schärfe. Salzt das Ganze noch gut und gebt Pfeffer aus der Mühle darüber. • Für die Vegetarier: Ihr lasst das mit dem Anbraten des Fleisches und das Auf-den-Teller-Legen einfach aus. Ihr beginnt dort, wo das Gemüse angebraten wird. Und kurz, bevor das Gemüse fertig ist, gebt Ihr die Kichererbsen dazu (Achtung: unbedingt vor dem In-die-Pfanne-Geben unter fließendem Wasser abspülen, der Schleim muss weg, sonst zieht Ihr den mit ins Essen. Das wollen wir nicht.) • Reis solltet Ihr übrigens in der Zwischenzeit gekocht haben (am besten Basmati); aber den habe ich ja vergessen. Wenn Ihr keinen zu Hause habt: schält und kocht Kartoffeln und serviert sie dazu – von denen haben wir ja 2 kg. Geht auch! Dann wird’s halt ein bisschen indisch ;) • Serviert das Ganze! Der Tisch sollte natürlich wie immer schon davor gedeckt worden sein.

cm

Tortellini Panna


Zutaten/Zubereitung: 250 ml Schlagsahne, gefüllte Pasta, Erbsen (tiefgefroren oder FRISCH), gekochter Schinken, Parmesan (VIEL davon), Nudel-Kochwasser, Pfeffer. • Gefüllte Nudeln (die kann man selbst machen; ich habe nie Zeit dafür) – Tortellini, Triangoli, Agnolotti usw. usw. Natürlich sind die frischen etwas besser als die getrockneten. Natürlich gibt es die, die mit Trüffel oder anderen Edel-Zutaten gefüllt sind. Sehr gut sind immer die mit Spinat und Riccota, finde ich. Ich mag aber auch die ganz klassischen mit Schinken oder Fleisch gefüllt. Auch die mit Pilzen sind perfekt. Egal. Hauptsache: Ihr verkocht sie nicht. Die Garzeit reicht von 2 (!) bis 14 (!) Minuten. Bitte schaut auf die Packung. Und macht erst die Sauce fertig bitte. Immer gilt weiter: das Wasser salzen – gut salzen! Und: Köchinnen und Köche bleiben am Herd stehen. Und (2): Der Tisch sollte gedeckt worden sein – Futur II ;) • Die Sauce. Hier gilt: Nicht zu viel Mühe und bitte nicht zu viele Zutaten. (Beim Kochen gilt im Allgemeinen: „gute Zutaten und keinen Schmarr´n damit machen“). Sie ist einfach, unsere Sauce. Ihr gebt die Sahne in eine am besten beschichtete Pfanne (denn sonst wird es wirklich schwierig), Ihr erhitzt die Sahne (nicht zu stark; Ihr habt Zeit). Dann gebt Ihr wirklich VIEL geriebenen Parmesan dazu, frisch gemahlenen Pfeffer auch (viel davon!). Und jetzt lasst Ihr das Ganze langsam bei GERINGER Hitze schmelzen. Wenn Ihr zu viel Hitze einsetzt, dann zieht der Parmesan erst Fäden, dann verklumpt er, und dann könnt Ihr das Ganze wegwerfen – und Ihr braucht nochmal VIEL vom Parmesan (das sollte man sich ersparen; ist auch teuer). Lasst die Mischung also einfach ganz leicht eindicken (auch nicht zu viel; Ihr kennt mittlerweile den Unterschied zwischen Sauce, Brei und Suppe – wir wollen Sauce!) Beobachtet das alles sorgsam. Gefühl. • Jetzt gebt Ihr die gefüllte Pasta ins kochende Wasser – und kocht sie solange, wie es die Packung verlangt (kurz vor dem vorgeschlagenen Ende rausnehmen). Schöpft mit einer Tasse das stärke-haltige NudelWasser ab (ganz wichtig!!!). • Die Nudeln abseihen. In die immer noch vorsichtig vor sich hin simmernde Sahne-Parmesan-Pfeffer-Mischung (sie ist immer noch nicht verklumpt!) geben. Ein bisschen von dem in der Tasse zurückgehaltenen Nudel-Wasser hineingeben. Erhitzen (wieder nicht zu stark). Es sollte sich eine Emulsion entwickeln (Chemie-Lehrer fragen, was das ist) – wir wollen eine „creamy and silky texture“ (Englisch-Lehrer fragen). Jetzt gebt Ihr hinzu für 2 Minuten: ein paar (nicht zu viele) Erbsen (frisch – das wäre am besten – gibt’s in LA aber nicht – oder tiefgefroren; auch heute und immer: nicht die aus der Dose), noch mehr Parmesan, schwarzen Pfeffer. Alles einmal mischen in der Pfanne und warten, bis es gut aussieht (Gefühl!). Pasta und Sauce müssen eine Einheit bilden. • Und dann anrichten. Wenn die Pasta auf dem Teller liegt: nochmal Parmesan (Umami-Bombe; auch den Chemie-Lehrer fragen, was Umami ist) darüber reiben, nochmal Pfeffer – und zum Schluss in feine Scheiben geschnittenen gekochten Schinken darauf legen (war der auf der Einkaufsliste??? Wenn nicht - egal). • Servieren. Wenn Ihr das alles so gemacht habt, dann steht vor Euch und Euren Eltern ein Teller auf dem Tisch, der nichts mehr mit dem zu tun hat, was man so landläufig von „Tortellini Panna“ erwartet.

Variationen: 1. Ihr macht die gefüllte Pasta selbst! 2. Trüffel darüber. 3. Weißer Trüffel aus Alba darüber (völlig unnötig, aber gut). 4. Safran in die Sauce. 5. Culatello statt einfachem gekochtem Schinken 6. usw. usw. usw. 7. Bei Paolos Mama essen ;)

Risotto


Zutaten: 500 g Risotto-Reis (die Sorte ist egal! Aber: Risotto-Reis. Probiert erst gar keinen anderen) • 1 Zwiebel • Butter (ein bisschen zum Anbraten) und so ungefähr 100 g in kleine Stücke geschnitten – auf einen kleinen Teller und ab damit in den Gefrierschrank • Thymian • Knoblauch • Pilze (250 g oder ein bisschen mehr – Ihr merkt schon, je länger das hier dauert, desto mehr müsst Ihr Eurem Gefühl vertrauen): das können Champignons sein oder auch Pfifferlinge (bestellt die bloß nicht aktuell im März – Steinpilze auch nicht – im Herbst unbedingt!), Shiitake sind sehr gut! Gemüsebrühe, Geflügelbrühe, Rinderbrühe (davon braucht Ihr viel) – und zwar erhitzt in einem extra Topf, ansonsten braucht Ihr nur noch eine BESCHICHTETE Pfanne (nehmt bitte keine andere, es wird sonst mühsam, Ihr braucht Unmengen von Fett und es brennt Euch doch an) • Das war´s schon!

Zubereitung: Nehmt Euch einen großen Topf und gebt ca. 2 Liter Wasser hinein – und dann die „Brühe“ – also den Brühwürfel (besser 2) oder das, was Ihr halt habt (das gibt es ja mittlerweile in verschiedenen Erscheinungen). Ihr braucht halt eine leicht dunkle, aber immer noch durchscheindende Brühe (Euer Ziel ist es nicht, die ganze Brühe aufzubrauchen – ich schätze, es wird was übrig bleiben). • Diese erhitzt Ihr – sie muss auf kleiner Hitze weiter warmgehalten werden (legt Euch einen Schöpflöffel zurecht). • Jetzt konzentriert Ihr Euch auf das, was in der beschichteten Pfanne passiert. • Schneidet die Pilze in Scheiben oder kleine (kleine!) Stücke. Schneidet die Zwiebel in kleine (kleine!) Würfel. Schneidet den Knoblauch in dünne Scheiben. Gebt Butter in die Pfanne und erhitzt sie (niemals zu stark; Butter verbrennt sehr schnell). Gebt ein bisschen vom Knoblauch und von der Zwiebel hinein und die Pilze. Bratet die Pilze, bis kein Wasser mehr austritt und sie eine schön braune Farbe haben (das dauert ein bisschen; nehmt Euch die Zeit – kein Mensch mag gekochte Pilze). Wenn das so gemacht ist, gebt das alles auf einen Teller. Die Pfanne nicht waschen – da ist das Pilz-Aroma drin. • Jetzt gebt Ihr den Rest der Zwiebel und des Knoblauchs in die Pfanne (mit ein bisschen mehr Butter) – dann gebt Ihr den Risotto-Reis dazu und bratet das GANZ KURZ an. Das darf keine Farbe annehmen – der Reis darf höchstens glasig ausschauen. Gebt einen Zweig Thymian dazu. Der bleibt drin bis zum Schluss. Vor dem Servieren nehmt Ihr ihn wieder raus. • Und jetzt gebt Ihr die – immer noch heiße bzw. warme – Brühe aus dem anderen Topf Schöpflöffel-weise in die Pfanne und schaut dem Ganzen bei ständigem Rühren (mit einem Holzlöffel!) ca. 15-20 Minuten zu. Das klingt untertrieben – ist es auch. Ihr müsst immer schauen, dass das so eine Art „Schlotzigkeit“ hat. Blödes Wort – aber das trifft es am besten. Immer wieder Brühe hinzugeben, wenn Ihr das Gefühl habt, dass es zu trocken ist. Der Reis gart dabei. Er soll „al onda“ sein am Ende – das heißt: Wenn Ihr mit dem Holtlöffel durch die Pfanne „fahrt“, dann verhält sich das Gericht wie eine sanft sich weg- und wieder-herfließende „Welle“ (onda) – wir sprechen von keiner flüssigen Welle. Wisst Ihr, was ich meine (Gefühl halt – das Risotto darf später nicht auf dem Teller „stehen“). • Nach ca. 14 Minuten wird’s spannend. Ihr gebt jetzt den Parmesan (ruhig viel, Ihr wisst ja – Umami). Die Hitze jetzt ausschalten!!! Nur noch rühren. Und zum Schluss die gefrorene Butter unterrühren. Ihr habt jetzt das Gefühl, fast 20 Minuten gerührt zu haben. Das ist richtig. Butter, Parmesan gut unterrühren. Und jetzt rührt Ihr noch die angebratenen Pilze ein. Für eine Minute. Dann sind sie wieder warm. Das reicht. • Das Gericht ist jetzt fertig. Der Tisch sollte vorher gedeckt worden sein. Parmesan und schwarzer Pfeffer stehen auf dem Tisch. • Stellt die Pfanne auf den Tisch. Jeder kann sich bedienen. Pfeffer und Parmesan auf den Teller. Vielleicht einen Spritzer Olivenöl.

Kartoffelsuppe


Zutaten: 1 kg Kartoffeln • 1 Zwiebel • 1 Zehe Knoblauch • Kurkuma • Karotten (nicht zu viel) • Curry • Sahne • Gemüsebrühe • Etwas Essig oder Zitronensaft • Salz • Pfeffer • Thymian (kann man auch weglassen, ich mag ihn aber sehr gern in diesem Gericht – und sonst auch, wie Ihr vielleicht schon bemerkt habt) • Zwei Scheiben Speck (der muss nicht sein, mit schmeckt´s aber noch besser)

Zubereitung: Ihr braucht einen großen Topf (einstweilen, später noch eine beschichtete Pfanne) • Schneidet alles Gemüse in Würfel (das muss nicht zu klein sein; wir mixen die Suppe am Schluss), bratet alles in etwas Olivenöl an, bis es schön glänzt (wir wollen nicht zu viel Farbe!). Schüttet einen Liter Gemüsebrühe auf das angebratene Gemüse, gebt den Thymian-Zweig hinzu. Salzt und pfeffert das Ganze gut – und lasst die Suppe bei leichter Hitze eine halbe Stunde köcheln (das Gemüse MUSS sehr weich sei; es soll ja eine cremige Suppe werden). Erinnert Ihr Euch noch an die BreiSauce-Suppe-Debatte ;) Heute gibt es Suppe, also etwas flüssiger als Sauce und NICHT die Konsistenz von „Fast-Wasser“ ;) • Nehmt den Thymian-Zweig heraus und gebt jetzt die Gewürze hinzu: also etwas Curry-Pulver (so scharf Ihr es halt mögt), den Kurkuma (der gibt eine schöne Farbe), etwas Essig oder auch Zitronen-Saft. • Jetzt sind wir schon fast fertig – heute geht’s schnell. Schüttet etwas Sahne in die Suppe. Alles nochmal aufkochen lassen. • Und jetzt bitte Vorsicht walten lassen! Wir müssen die Suppe mixen. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, oder das noch nie gemacht habt, dann wartet Ihr bitte, bis Eure Eltern daheim sind und lasst Euch dabei helfen (Rat unbedingt beachten!!!). Mixt die Suppe also, entweder im StandMixer oder mit einem Mix-Stab, bis sie ganz glatt und sämig ist. Und probiert nochmal. Kartoffeln „saugen“ sehr viel Aroma und Geschmack, brauchen also eine relativ intensive Würzung. • Kurz vor dem Servieren bratet Ihr den in kleine Würfel geschnittenen Speck in einer beschichteten Pfanne knusprig (Achtung: nicht verbrennen). • Und jetzt könnt Ihr die heiße Kartoffel-Suppe „Berlin goes Jamie“ servieren (der Tisch sollte wie immer vorher gedeckt worden sein). Die Speck-Würfel legt Ihr auf die Suppe, die geben ihr wie im klassischen Rezept von Frau Glies einen richtigen „Kick“. Alternativen zum Speck wären Stücke von geräucherter Forelle (die aber bitte nicht braten), für Vegetarier evtl. ein paar extra gekochte orange Linsen. Probiert es einfach aus. Ein paar frisch gezupfte Kräuter darüber (Kerbel z. B. oder Schnittlauch) schmecken auch gut. 

Wiener Schnitzel


Zutaten: • 700-800 g Schnitzel-Fleisch (wie gesagt: Kalb kann, muss aber nicht sein / Schwein / Pute / Hähnchenbrust geht auch sehr gut (dann wird’s aber ein „Backhendl“, was absolut kein Schaden ist / Tofu für Vegetarier) • 4 Eier • Mehl • Semmelbrösel (wer Panko-Mehl daheim hat: sehr gut! Das ist zwar nicht original und man würde wohl des Landes verwiesen werden in Österreich, es schmeckt aber sehr gut (crunchy)! Egal: Normale Semmelbrösel sind perfekt) • 1 kg Kartoffeln • 1 Zitrone • Petersilie • Salz, Pfeffer • Neutrales Pflanzenöl (aus Sonnenblumen z. B.) oder Butter-Schmalz • 1 Gurke • Ein bisschen süße Sahne • Essig (ganz normaler) • Dill (frisch ist besser, gefroren sehr gut, getrocknet geht auch) • 1 Zehe Knoblauch • Preiselbeeren • Ketchup

Zubereitung (heute erklärt in mehreren Schritten): 

Und so geht´s – wir brauchen ungefähr eine Stunde, darunter geht’s nicht, also nehmt Euch Zeit: Wir haben vier (!) Sachen am Start – also vier Schritte zu erledigen:

  1. Das Schnitzel (muss paniert und gebraten werden)
  2. Die Kartoffeln (müssen nur gekocht werden)
  3. Der Gurkensalat
  4. Vorher den Tisch decken (denn die Logistik ist die eigentliche Herausforderung bei diesem Gericht) 

Wir beginnen mit Schritt 4. Also: Tisch decken – dazu gehört: die Zitrone vierteln und in einem netten Gefäß auf den Tisch stellen, Preiselbeeren in einer kleinen Schüssel anrichten, Ketchup auf den Tisch – wer´s halt mag ;)))) Den Rest kennt Ihr ja schon. Schritt 3. (Ihr merkt schon, wir arbeiten „rückwärts“ – das macht Euch die Logistik leichter). Macht den Gurkensalat: • Dazu hobelt Ihr die Gurke (eine ganz normale große Gurke) in ganz feine Streifen (jetzt kommt der erste Kniff: salzt die gehobelte Gurke etwas und mischt sie durch; zwei Minute warten und das Wasser abgießen). • Jetzt mischt Ihr ein paar Esslöffel süße Sahne mit ein paar Esslöffeln Essig, gebt etwas Zucker dazu, KEIN Salz (ist schon an den Gurken!), Dill dazu, etwa Pfeffer darüber geben und eine Knoblauch-Zehe hineindrücken. Gut verrühren. • Gehobelte Gurke und das cremige (!!!) Dressing vermischen und kalt stellen (fertig). Schritt 2: Kartoffeln kochen – dazu gibt’s nicht gar so viel zu sagen….. • Kocht die geschälten Kartoffeln in gut gesalzenem Wasser. • Das dauert – je nachdem wie groß die sind – zwischen 20 und 30 Minuten. • Gießt die Kartoffeln ab. • Gebt sie auf einen großen Teller oder eine Schüssel (etwas Butter darüber und Petersilie). Wenn Ihr eine Mikrowelle habt, seid Ihr fein raus und stellt den „Kartoffel-Teller“ einfach kurz vor dem Servieren in die Mikrowelle (keine Metall-Teller oder -Schüsseln in die Mikrowelle) und erwärmt das Ganze nochmal (hoffentlich hört das alles meine österreichische Verwandtschaft nicht….). Ansonsten muss man die Kartoffeln noch mal kurz vor dem Servieren in einer beschichteten Pfanne erwärmen. Schritt 1: Das Schnitzel • Ihr braucht eine beschichtete Pfanne, in der Ihr großzügig das Pflanzenöl oder das Butter-Schmalz gebt (bitte nicht zu wenig; die Panade legt sich sonst an den Pfannenboden, saugt sich mit Fett voll und Euer Essen wird fett – das wollen wir nicht – wer hier also am Fett spart, der hat es nachher im Essen). • Ihr braucht jetzt drei tiefe Teller – in einen gebt ihr die 4 Eier (die ihr mit einer Gabel verquirlt) und salzt sie (Wiener Schnitzel wird NICHT gepfeffert), in einen das Mehl und in den anderen die Semmelbrösel. • Jetzt klopft ihr die Schnitzel dünn (richtig dünn; beim Huhn und bei der Pute muss / darf das nicht so dünn sein – das dauert aber dann auch länger). • Jetzt geht ihr so vor (bei allen Stücken Fleisch und auch beim Tofu): Schnitzel erst ins Mehl geben (auf beiden Seiten KEINE Stellen, wo kein Mehl drauf ist), dann das Schnitzel ins Ei geben (auch hier: alle Stellen müssen bedeckt sein – und dann das Schnitzel in die Semmelbrösel geben und sicherstellen, dass es von allen Seiten bedeckt ist (festdrücken). Es dürfen KEINE Löcher in der Panade sein, sonst läuft das Fett rein und das Essen wird fett und unansehnlich, schmeckt auch nicht. Sorgfalt!) • Jetzt erhitzt ihr das Fett in der Pfanne (nicht höchste Stufe / und nochmal: eine beschichtete Pfanne verwenden, sonst klebt Euch das Schnitzel an). • Wenn das Fett heiß genug (Test: ein Schaschlik-Holz-Stäbchen hineinhalten, wenn kleine Bläschen aufsteigen, dann ist alles ok / dann haltet Ihr die Temperatur so), gebt Ihr die Schnitzel hinein und bratet sie auf beiden Seiten je ca. 7-8 Minuten. Hier gilt aber: Benutzt Euer Gefühl! Dreht die Temperatur runter, wenn es zu stark sprudelt und braun wird. Dreht rauf, wenn sich gar nix tut. Ihr wollt nichts Labbriges – und Ihr wollt nichts Schwarz-Verbranntes. Irgendwo dazwischen ist das richtige Wiener Schnitzel angesiedelt (Erinnert Ihr Euch: Suppe – Sauce – Brei? Wir wollen „Sauce“).

Wichtig: Passt bitte beim heißen Fett auf!

Salat Nizza

Zutaten: Salat nach Geschmack und so viel, dass er für alle Esser reicht (im Original vor allem z.B. mit Paprika und Gurken), Schafskäse nach Geschmack, 1 Zwiebel, Tunfisch aus der Dose (Menge richtet sich nach der Anzahl der Esser) – hier gibt es, am Ende wird’s erklärt, eine Alternative, Gekochte Eier (auch hier richtet sich die Menge nach der Anzahl der Esser und Geschmack) – hier gibt es ebenfalls eine Alternative Baguette nach Geschmack

Zubereitung: Wascht zunächst grundsätzlich alle Zutaten für den Salat; vor allem den Blattsalat solltet ihr gründlich schleudern/trocknen, da sonst das Dressing verwässert wird. Gleichzeitig könnt ihr schon mal die Eier kochen; hier muss jeder entscheiden, wie weich/hart er Eier grundsätzlich gerne kocht
Für das Dressing vermischen wir etwa 1/3 Weißweinessig und 2/3 Olivenöl (die generelle Menge ist Abhängig von der Menge an Salat, die ihr gekauft hab) und schmecken das Ganze mit Salz und Pfeffer und einer Priese Zucker ab. Vermischt am Ende alle Komponenten – Salat, Dressing, Thunfisch, Zwiebeln und Schafskäse – gut miteinander.

Mögliche Variationen: Wer es mit etwas mehr Aufwand und Finesse mag, kann den Salat auch mit folgenden Ideen etwas „aufpeppen“ – wenngleich der Salat auch schon in der Grundvariante lecker schmeckt: Anstatt Thunfisch aus der Dose zu verwenden, könnt ihr gerne auch frischen kaufen (kostet aber um einiges mehr – bitte aufpassen!). Bratet den Fisch dann mit ganz wenig Öl in einer Pfanne bei hoher Temperatur auf beiden Seiten scharf an. Wer damit zurecht kommt, gart den Fisch nicht komplett durch oder gart ihn bei weniger Temperatur durch. Vorsicht mit der Temperatur, sonst wird der Fisch zäh
Als Variation für das gekochte Ei gibt es noch ein pochiertes Ei in einer kinderleichten Variante: Streicht eine Kaffeetasse (nicht zu groß) mit Öl aus. Legt in diese Tasse eine ausgeschnittene Frischhaltefolie und streicht auch die Folie innen mit Öl ein. Öffnet nun vorsichtig ein rohes Ei und gebt dieses in die Folie, ohne dass das Eigelb kaputt geht. Schließt nun die Folie (z.B. mit einer Schnur oder den Plastik-Bindern, die bei Gefrierbeuteln dabei sind) so, dass möglichst wenig Luft in dem kleinen Beutel ist. Gebt das Päckchen nun für sechs Minuten in kochendes Wasser. Am Ende erhaltet ihr ein wunderbar cremiges Ei, bei dem beim Aufstechen das Eiweiß gar ist, das Eigelb aber noch herausläuft. Salzen nicht vergessen!

Meatballs NYC

Zutaten: 500g Hackfleisch (nach Geschmack gemischt oder reines Rinderhack), 4 Zweige Rosmarin, 12 rechteckige Keks-Cracker (alternativ: eine große Hand voll Paniermehl), 2 TL scharfer Senf, 1 EL getrockneter Oregano, 1 großes Ei, 1 Bund Basilikum (frisch), 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, Wer mag und Schärfe verträgt: 1 Chili-Schote (ohne Kerne!), 2 Dosen gehackte Tomaten, 2 EL Balsamico-Essig, Beilage nach Geschmack: Nudeln oder Reis (Menge nach Anzahl eurer Mitesser)

Zubereitung: Meatballs: Vorbereitung ist alles: Zupft die einzelnen Nadeln von den Rosmarin-Zweigen und hackt diese mit einem großen Messer – Obacht auf eure Finger – möglichst klein (es wird herrlich durften in der Küche!); packt zudem die Keks-Cracker in einen Gefrierbeutel und zerkleinert den Inhalt mit einem Nudelholz (da kann die ganze Wut des Tages raus ;) ) Füllt nun die zerkleinerten Cracker zusammen mit dem Hackfleisch, dem Rosmarin, dem Senf und dem Oregano in eine große Schüssel; zudem kommen das Ei und Salz und Pfeffer mit zur Mischung. Vermengt alles mit sauberen Händen (oder Einmalhandschuhen – bei Hackfleisch ist Vorsicht geboten) gut und formt die Hackfleischmasse am Ende zu kleineren Bällchen – die Menge sollte etwa 20-24 Stück ergeben. Diesen Schritt könnt ihr gerne tagsüber vorbereiten, dann sollten die Hackbällchen aber in den Kühlschrank. Soße: Dafür schneiden wir zunächst Zwiebeln und Knoblauch in kleine Würfel und braten diese in einer Pfanne mit etwas Olivenöl bei mittlerer Temperatur an. Nun kommen die Dosentomaten, Basilikumblätter (ein paar als Deko beiseite stellen), Balsamico-Essig und ggf. die Chili dazu – alles ein Mal aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und einer Priese Zucker (Tomatensoßen brauchen immer Zucker!) abschmecken! Wer mag, kann die Soße am Ende pürieren, muss aber nicht. Währenddessen in einer weiteren Pfanne und mit etwas Öl die Meatballs von allen Seiten goldbraun anbraten und bei mittlerer Hitze fertiggaren. (Hackfleisch müsst ihr unbedingt ganz durchgaren!). Meatballs und Soße mit eurer gewünschten Beilage servieren; solltet ihr euch für Nudeln entschieden haben, passt auch wunderbar Parmesan. 

Roulade Surf & Turf


Zutaten: 3 Rouladen (nicht zu klein), 225g Garnelen (z.B. Bio-Garnelen vom Aldi eignen sich hervorragend und kosten nicht allzu viel). Wenn die Rouladen sehr, sehr groß sind, besser etwas mehr Garnelen einplanen, 200g Sahne, 2 Zehen Knoblauch, 1 unbehandelte Limette, Zahnstocher bzw. Rouladennadeln
1kg Kartoffeln, 100g Mehl, 75g Maisstärke, 200ml Gemüsebrühe, 200 ml Sojasoße, 150g brauner Zucker (möglichst kein weißer, der braune bringt mehr Karamel-Geschmack in die Soße), 50ml Mirin (wahlweise Ananassaft oder nicht zu trockener Weißwein), 1 Stange Lauch.

Zubereitung: Rouladen:  Erstes widmen wir uns den Rouladen, die wirklich sehr einfach zuzubereiten sind. Wir legen von den Garnelen pro Roulade drei bis vier ganze zur Seite (je nach Größe der Roulade). Aus dem Rest der Garnelen mixen wir zusammen mit einer Knoblauchzehe, etwa 50-100g Sahne, einem Spritzer Sojasoße und Abrieb von der Limette für die Säure eine besser zu feste Farce, also einer Art Masse (ggf. mit Sojasoße und Sahne „nachjustieren“). Mit Salz, milden Chili-Flocken und Limetten-Abrieb würzen. Wer mag, kann diese Mischung noch asiatisch abschmecken, z.B. mit Zitronengras. Dann rollen wir die Rouladen ein und fixieren alles mit Zahnstochern oder Rouladennadeln. Nun salzen wir die Rouladen von außen, braten diese in einem Topf portionsweise an und löschen den Bratensatz nach der letzten Roulade mit Rinderbrühe (oder was im Haus da ist) ab. Im Zweifel geht auch einfach nur Salzwasser! Wer mag, kann noch Röstgemüse (z.B. Zwiebeln, Sellerie und Gelbe Rüben) mit dazugeben. Das ergibt einen feinen Fond, den man anderweitig verwenden kann – für dieses Gericht benötigen wir ihn nicht mehr. In die Rinderbrühe legen wir nun die angebratenen Rouladen und lassen diese bei geschlossenem Deckel mindestens eine Stunde ziehen. Vorsicht: Brühe nicht mehr aufkochen, sonst werden die Rouladen zäh!
Kartoffelschnitten: Währenddessen kochen wir die geschälten Kartoffeln in Salzwasser gar und drücken sie noch warm durch die Kartoffelpresse. Wenn diese Masse abgekühlt ist, mischen wir sie mit dem Mehl und der Stärke (bitte abhängig machen davon, welche Sorte Kartoffeln gewählt wurde. (Geht mit allen!). Alles zu einem kompakten Teig vermischen und zu Kartoffelschnitten formen. Diese dann in einer Pfanne mit Olivenöl goldbraun anbraten.
Teriyaki-Soße: 200ml Brühe, 150g braunen Zucker, 100ml Sojasoße und 50ml Mirin (oder eben Weißwein/Ananassaft) vermischen und mit einer leicht angedrückten Zehe Knoblauch aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Knoblauchzehe wieder herausnehmen. Das ganz mit Stärke abbinden. Gerne darf die Soße am Ende zähflüssig, fast wie Honig, werden. Die Soße hält sich gut einige Tage im Kühlschrank und schmeckt auch zu Tunfisch, Lachs oder Gemüse.
Asia-Lauch: Als Letztes widmen wir uns dem Lauch. Diesen waschen und in etwa 1cm dicke Ringe schneiden. In etwas Öl (wer zu Hause hat: Sesamöl, muss aber nicht) ganz kurz anbraten und mit jeweils einem Schuss Sojasoße, Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und einreduzieren lassen. Mit Salz abschmecken.
Am Ende alles auf einem schönen Teller liebevoll anrichten – das Auge isst schließlich mit.

de;maristen-gymnasium;christoph.mueller EP