Von Cäsar, Elefanten und Teppichen - Björn Puscha am MGF
Na, wer hat eine Idee, wie man sich am geschicktesten einem ausländischen Diktator nähert, der einem zur Macht verhelfen soll? Wie wäre es damit: in einen Teppich eingerollt! Denn so kann man, nachdem man ausgerollt worden ist, die eigenen Anliegen mit einem Wow-Effekt präsentieren! Ja, das funktioniert tatsächlich: auf diese kreative Weise hat es Kleopatra nämlich erreicht, mithilfe von Julius Cäsar die Macht in Ägypten zu erlangen!
Diese und ähnliche unterhaltsame und überraschende Geschichten präsentierte der Kabarettist Björn Puscha, bekannt aus dem „Vereinsheim Schwabing“, am 07. Juli den Latein-Schülerinnen und -Schülern der Unter-, Mittel- und Oberstufe in zwei Vorstellungen in der Mensa.
Björn Puscha ermutigte die Kinder und Jugendlichen mit seiner eigenen Biografie – aus einem Latein-5er-Schüler war er nämlich zum Latein-Studenten geworden – und ließ sie zugleich in märchenhafte Mythen eintauchen, indem er von gerissenen Männern wie Prometheus und emanzipierten Gottheiten wie Gaia erzählte.
Als lebendig gewordener Römer in der Toga offenbarte er den Schülerinnen und Schülern auch, wie sich die Römer Elche vorstellten: Der selbstbewusste Cäsar hatte ihnen nämlich in seinen Berichten über Germanien selbstbewusst dargelegt, dass diese Tiere keine Knie haben – und deshalb an Bäume gelehnt schlafen!
Und ganz nebenbei ergänzte Björn Puscha dieses faszinierende historische Detail noch mit der Information, dass der Name „Cäsar“ sich vom Punischen her als „Elefant“ übersetzen lässt – dass die Römer also eigentlich einen Elefanten auf ihren Herrscherthron gesetzt hatten! Mit solchen Bildern vor Augen verabschiedete sich der Kabarettist von den Schülerinnen und Schülern – und hatte eindrücklich vorgeführt, wie lebendig und kreativ solch ein besonderer Latein-Unterricht sein kann!
Dr. Veronika Hirschberger
