Erinnern, verstehen, Verantwortung übernehmen – Die 9. Klassen besuchen die KZ-Gedenkstätte Dachau
Am 1. Juli 2026 besuchten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Maristen-Gymnasiums Furth die KZ-Gedenkstätte Dachau. Die Exkursion war ein wichtiger Bestandteil des Geschichtsunterrichts und bot die Möglichkeit, sich an einem authentischen historischen Ort mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur auseinanderzusetzen.
Im Rahmen einer Führung erhielten die Jugendlichen einen Einblick in die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers, das 1933 als erstes dauerhaft bestehendes Konzentrationslager des NS-Regimes errichtet wurde. Besichtigt wurden unter anderem der Appellplatz, die rekonstruierten Häftlingsbaracken, die Dauerausstellung sowie der Bereich des Krematoriums. Historische Dokumente, Fotografien und Berichte ehemaliger Häftlinge verdeutlichten eindrucksvoll die unmenschlichen Lebensbedingungen, denen die Gefangenen ausgesetzt waren.
Besonders die persönlichen Schicksale der Inhaftierten hinterließen bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Die Begegnung mit den authentischen Schauplätzen machte deutlich, dass sich hinter den historischen Zahlen unzählige individuelle Lebensgeschichten und menschliches Leid verbergen. Gleichzeitig bot die Exkursion Gelegenheit, das im Unterricht erworbene Wissen zu vertiefen und gemeinsam über die Bedeutung von Erinnerung und Verantwortung nachzudenken.
Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau machte eindrucksvoll bewusst, wohin Ausgrenzung, Hass und die Missachtung der Menschenwürde führen können. Gerade deshalb bleibt die Erinnerung an die Opfer des Holocausts ein unverzichtbarer Auftrag. Sie mahnt uns, Demokratie, Freiheit und Toleranz zu schützen und jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Nur wenn die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, kann verhindert werden, dass sich ein solches Menschheitsverbrechen jemals wiederholt.
Kurt Riedl
