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Berlinfahrt 2026: Auf Spurensuche in unserer Geschichte und Demokratie


Wie in jedem Schuljahr durften auch in diesem unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe eine Woche nach Berlin, um die Orte unserer deutschen Geschichte und Demokratie, aber nicht zuletzt um auch unsere Bundeshauptstadt an sich zu entdecken.
In der Woche vor den Osterferien ging es los und trotz Einschränkungen der Musikauswahl und -lautstärke im Bus sowie eines Museumsbesuches in Mödlareuth an der innerdeutschen Grenze (beides zurückzuführen auf die spaßbefreiten Lehrkräfte), kam die große Truppe am ersten Reisetag dennoch gut gelaunt in Berlin an und beschloss den Abend mit einem Gruppenbild vor dem Brandenburger Tor.

Am Dienstag, dem zweiten Tag, folgte ein abwechslungsreiches Programm, welches die 111 Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll die Geschichte unserer beiden deutschen Diktaturen näherbrachte und tiefer in das Alltagsgeschehen unserer Demokratie blicken ließ. Neben der Topographie des Terrors, dem Checkpoint Charlie und dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas gehörte auch das Museum des Bundestages im Deutschen Dom zu den Stationen des Tages, wo die Jugendlichen neben einer Führung durch die Ausstellung auch in einem Planspiel eine richtige parlamentarische Debatte nachstellen konnten und erfuhren, wie ungünstig es ist, wenn eine Regierungsfraktion sich gegen einen Gesetzesentwurf des Bundeskanzlers stellt. Der Höhepunkt des Abends war die gemeinsame Besichtigung der Kuppel auf dem Reichstagsgebäude. 

Am Mittwoch ging es mit den Bussen hinaus nach Potsdam, wo die Schülerinnen und Schüler eine Führung durch das dortige Gefängnis bekamen, in dem sowohl die Nationalsozialisten wie auch das SED-Regime politische Gefangene einsperrten und unter menschenunwürdigen Methoden gefangen hielten. Außerdem konnten alle mit Aussicht auf das dortige Brandenburger Tor die Altstadt von Potsdam erkunden, bevor es dann wieder zurück nach Berlin ging. Am Abend folgte der gemeinsame Besuch diverser Veranstaltungen. Es konnte entweder im Friedrichstadtpalast die neue Music-Show Blinded by Delight, im Cirque du Soleil die Akrobatik-Show Alizé oder im Deutschen Kriminaltheater das Stück Terror angesehen werden.

Am vorletzten Tag ging es noch einmal für alle zusammen zur Gedenkstätte für die Berliner Mauer in der Bernauer Straße, bevor wir unseren Bundestagsabgeordneten Florian Oßner besuchten. Er empfing alle Schülerinnen und Schüler im Jakob-Kaiser-Haus, dem größten der vielen Nebengebäude des Deutschen Bundestages. Herr Oßner berichtete den Jugendlichen anschaulich aus seinem Leben als Bundespolitiker und stellte sich den neugierigen und teilweise sehr kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Danach ging es für alle in die letzte Abendfreizeit der Berlinfahrt.
Am Freitag waren dann nur noch die Busse zu besteigen und es ging ein wenig übermüdet und ruhig, aber sicherlich mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen zurück in die bayerische Heimat nach Furth. 

Text und Bild: Maximilian Wolf

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