Faire Woche am Maristen-Gymnasium: Fast vs. Fair Fashion
Im Rahmen der diesjährigen „Fairen Woche“ vom 20.-24. April setzte sich die Fairtrade AG intensiv mit dem Thema „Fast vs. Fair Fashion“ auseinander. Ziel der Aktion war es, auf die oft verborgenen sozialen und ökologischen Folgen von Überkonsum und sogenannter „Fast Fashion“ aufmerksam zu machen und gleichzeitig nachhaltige Alternativen aufzuzeigen.
Ein zentrales Element der Aktionswoche war die anschaulich gestaltete Stellwand in der Aula. Anhand einer Jeans wurde dort eindrucksvoll dargestellt, wie sich deren Verkaufspreis zusammensetzt – und wie gering dabei der Anteil ist, der tatsächlich bei den Produzentinnen und Produzenten ankommt. Darüber hinaus wurde verdeutlicht, welche erheblichen Umweltschäden durch die Herstellung von Kleidung entstehen, etwa durch hohen Wasserverbrauch, den Einsatz von Chemikalien und lange Transportwege. Ergänzend informierte die Stellwand über die Unterschiede zwischen „Fast Fashion“ und „Fair Fashion“ und regte die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken über ihr eigenes Konsumverhalten an.
Ein besonderes Highlight der Woche war der „Kleiderkreisel“, eine Kleidertauschaktion, die am Freitag in der Mensa stattfand. Die Aktion wurde von vielen Schülerinnen und Schülern begeistert angenommen: Zahlreiche gut erhaltene Kleidungsstücke wechselten den Besitzer bzw. die Besitzerin. Der Kleiderkreisel zeigte eindrucksvoll, dass nachhaltiger Konsum nicht Verzicht bedeuten muss, sondern auch Spaß machen kann.
Bereits am Dienstag organisierte die Fairtrade AG zudem wieder eine „Faire Pause“. In dieser wurden faire Süßigkeiten und Snacks verkauft, die regen Zuspruch fanden und einen weiteren praktischen Zugang zum Thema Fairtrade boten.
Um das Thema der Fairen Woche auch im Unterricht zu verankern, stellten die betreuenden Lehrkräfte der AG, Frau Rauscher und Frau Dr. Hirschberger, Unterrichtsentwürfe für jeweils eine Schulstunde zur Verfügung. Diese richteten sich an die Unter-, Mittel- und Oberstufe und ermöglichten es, die Inhalte der Aktionswoche in allen Klassen altersgerecht zu vertiefen.
Ein wichtiger inhaltlicher Bezugspunkt der Woche war zudem der „Fashion Revolution Day“, der an den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza erinnert. Dieses Unglück macht bis heute deutlich, unter welchen Bedingungen ein Großteil unserer Kleidung produziert wird – und wie dringend ein Umdenken in der Modeindustrie erforderlich ist.
Die Faire Woche am MGF hat damit nicht nur informiert, sondern auch zum Mitmachen und Weiterdenken angeregt – ganz im Sinne eines bewussteren und verantwortungsvolleren Konsums.
Maria Rauscher
