Schülervorstellung für das MGF am 26. Landshuter Kurzfilmfestival
Am 11. März startete das inzwischen auch international renommierte 26. Landshuter Kurzfilmfestival und das Interesse der MGF-Schüler war riesengroß: Rund 130 Schüler der 10., 11. und 12. Klassen nutzten am 12. März mit den Lehrerinnen Johanna Licht und Claudia Meßmer die Gelegenheit, das Klassenzimmer mit dem Kinosaal im CCL zu tauschen. Für das MGF hat Michael Orth, der künstlerische Leiter des Festivals, ein anspruchsvolles, auf Jugendliche abgestimmtes Programm zusammengestellt, das in vielfältiger Weise zum Denken anregte. Ob es um den Klimawandel in „Rise Age“, die Anziehungskraft populistischer Parteien über soziale Medien in „Out of the Blue“ oder die Erwartungen an sich selbst und von den Eltern in „Wegen Mama“ ging – die Themen waren relevant, die künstlerische Umsetzung überzeugend. Herrlich auch der humorvoll-respektlose Blick auf das Verhältnis der Gen Z zur Kirche in „Gottes Sohn“, der den ganzen Saal zum Lachen brachte. Und ganz anders, aber auch nachdrücklich der Dokumentarfilm über Alois Spies, der viele Jahre als Graffiti-Jäger für die Münchner Verkehrsgesellschaft arbeitete und in „AG Schmierschriften“ vom Wandel der inneren Einstellung erzählt, von Sachbeschädigung von Chaoten hin zu „manchmal war es wirklich Kunst…“.
In seinem Vorwort zum Festivalprogramm schreibt Michael Orth: „Die Filme dieses Festivals sind mutig, kreativ und hochrelevant. Sie halten unserer Welt und uns manchmal deutlich, manchmal subtil einen Spiegel vor, stellen Fragen, irritieren, provozieren und polarisieren. Genau das ist ihre Stärke – und ihre Notwendigkeit. Denn Kunst und Kultur sind mehr als Unterhaltung. Sie sind Ausdruck gesellschaftlicher Auseinandersetzung und letztlich das, was bleibt.“ An dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank an Michael Orth, der uns diesen beeindruckenden Kurzfilmvormittag in einer der vollsten Wochen des Jahres ermöglicht hat!
Claudia Meßmer
