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Erasmus+ Austausch mit Schweden: Die „AI Explorers“ erkunden Göteborg


„Hej Gothenburg!“ hieß es Anfang März bei unseren „AI Explorers“. Im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts „AI Explorers“ machten sich drei Schülerinnen und sieben Schüler des Maristen-Gymnasiums Furth (Klassen 9–11) zusammen mit Herrn Dr. Schwarz und der Erasmus+-Koordinatorin Ursula Schwoerer auf den Weg nach Schweden, um die Welt der Künstlichen Intelligenz und die Antwort der Europäischen Union darauf unter die Lupe zu nehmen, vor allem aber, um unsere Freundinnen und Freunde aus Göteborg wiederzusehen, die uns schon im Dezember 2025 besucht haben. 

Das Erasmus+ Programm ermöglicht Schulen europaweite Begegnungen, bei denen Schülerinnen und Schüler durch gemeinsame Projekte und Auslandsaufenthalte ihre interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen stärken. Es fördert die europäische Zusammenarbeit und wird durch finanzielle Mittel der Europäischen Union unterstützt, um jungen Menschen Bildung und Austausch über Grenzen hinweg zu ermöglichen. Das Maristen-Gymnasium ist als akkreditierte Erasmus+-Schule in der glücklichen Situation, jährlich Gelder für Projekte aus dem Erasmus+-Topf der Nationalen Agentur der Kultusministerkonferenz abrufen zu können, mit denen vor allem die Reisen in die Partnerländer, aber auch die gemeinsame Projektarbeit während des Schuljahres finanziert werden.

Und diesmal ging es also nach Skandinavien mit unseren AI Explorers! Nach einem herzlichen Empfang tauchten wir an unserer Partnerschule in Göteborg, der Kvibergsskolan, gleich am zweiten Projekttag dann auch schon direkt in das Thema „Wie geht die Europäische Union mit dem Thema Künstliche Intelligenz um?“ ein. Im Fokus stand dabei der sogenannte „EU AI Act“, ein Gesetz der Europäischen Union, das klare Regeln für Künstliche Intelligenz aufstellt, um Missbrauch zu verhindern.

Doch statt trockener Theorie wurde es schnell für unsere Schülerinnen und Schüler interaktiv und sie mussten sich als wirkliche „KI-Detektive“, also „AI Explorers“ beweisen. Mithilfe von KI generierte Bilder von Göteborger Schauplätzen mussten auf ihre Echtheit geprüft werden. Was ist wahr, was ist Manipulation? Bei einer anschließenden Expedition durch die Stadt wurde der Realitätscheck gemacht – ein spannender Blick hinter die Kulissen der digitalen Manipulation, der allen zeigte, wie wachsam wir im Netz sein müssen. Ein weiterer Teil der Projektarbeit war es, mit Hilfe von KI selbst Bilder von Landshut zu manipulieren, was uns großen Spaß gemacht hat, uns aber auch zum kritischen Denken angeregt hat.

Ein wichtiger Bestandteil jeder Erasmus+-Projektreise sind natürlich auch themengebundene Exkursionen am Partnerort. Das Wissenschaftsmuseum „Universeum“ in Göteborg versetzte uns mit seiner Vielfalt ins Staunen, doch das absolute Highlight war für uns das „Aeroseum“. In diesem alten Flugzeughangar tauchten wir tief in die europäische Geschichte des vergangenen Jahrhunderts ein. Ein sehr aufmerksamer Guide nahm sich viel Zeit für uns, wofür sich unsere Gruppe wiederum mit einer Vielzahl an Fragen „bedankte“ – von diesem Besuch haben wir alle wirklich sehr viel mitgenommen!

Auch der Besuch in der sehr interaktiv gestalteten „World of Volvo“ mit Bällebad und Baggerarbeiten am letzten Projekttag hat uns wirklich gut gefallen. 

Die Gastfreundschaft der schwedischen Familien war großartig. Ob beim Mitfiebern während eines Eishockeyspiels, bei rasanten Duellen auf der Gocart-Bahn, bei gemeinsamen Spieleabenden, beim Bowling oder beim Beachvolleyball in der Halle – der Spaßfaktor war riesig. Dies hat uns gezeigt, dass Europa viel mehr ist als ein politisches Konstrukt: Es ist ein Gefühl von Gemeinschaft.

Ein großes Dankeschön geht wieder einmal an die Europäische Union, deren finanzielle Unterstützung diese Reise ermöglicht hat. Wir kehren nicht nur mit viel Wissen über Künstliche Intelligenz im Gepäck zurück, sondern vor allem mit neuen Freundinnen und Freunden und unseren Erinnerungen an eine wunderschöne Zeit im Norden Europas.

Ursula Schwoerer

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