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Fächerübergreifendes Lernen am MGF


Lernen im Fächerverbund

Im Gymnasium wird den Schülerinnen und Schülern die Welt inhaltlich wie methodisch aus der Perspektive unterschiedlicher Fächer erschlossen. Die allseits gegenwärtige Forderung nach Kompetenzschulung der Schülerinnen und Schüler vor allem im Methodenbereich impliziert gleichermaßen die Forderung nach dafür besonders geeigneten Unterrichtsformen. Schlüsselqualifikationen - wie z. B. selbstständiges Lernen, Denken in Zusammenhängen, aber auch Leistungs- und Einsatzbereitschaft, Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit, Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Mitverantwortung und daher auch der sachgerechte Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken - werden in besonderem Maße im Lehrplan für das Gymnasium in Bayern gefordert.

Viele Themen erweisen sich bei genauerer Betrachtung als sehr komplex und enthalten verschiedenste Facetten, die nicht nur einem Unterrichtsfach zugeordnet werden können. Gerade hier eröffnen sich diverse Möglichkeiten für einen fächerübergreifenden Unterricht. Fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgaben verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: „Der Bildungs- und Erziehungsauftrag des Gymnasiums fordert, dass die jungen Menschen lernen, auch komplexere Sachverhalte zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Dies gilt ebenso für Problemstellungen, die nicht allein im Rahmen eines einzelnen Faches erschlossen werden können. Die Schüler sollen sich daher während ihrer gymnasialen Laufbahn mit fächerübergreifenden Themen auseinandersetzen, innerhalb der Klasse oder Jahrgangsstufe (z. B. bei einem Studientag) oder auch bei Veranstaltungen der ganzen Schule (z. B. bei einem Projekttag). […] Deren Umsetzung erfordert Kooperationsbereitschaft und organisierte Zusammenarbeit der Lehrkräfte sowie präzise Absprachen innerhalb der Schulen.“ (zitiert nach dem Lehrplan für das Gymnasium in Bayern)

Das Ziel des fächerübergreifenden Unterrichts ist es, den Schülerinnen und Schülern ein Verständnis von Zusammenhängen zu vermitteln, indem ein bestimmtes Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird und Schulfächer thematisch verknüpft werden. Dabei werden die einzelnen Unterrichtsfächer vernetzt. Auf diese Weise entstehen mehrere Zugangsmöglichkeiten zu einem Thema und somit ergeben sich auch im Gehirn neue Vernetzungen und damit größere Chancen für nachhaltiges Lernen.

Fachunterricht und fächerübergreifender Unterricht müssen sich wechselseitig ergänzen, anregen und stützen. Dies setzt einen entsprechenden Dialog und eine kooperative Organisation voraus. Zu diesem Zweck planen unter der Leitung von Herrn Riedl Kolleginnen und Kollegen des Maristen-Gymnasiums Furth im Zeitraum vom 26. bis zum 28. Oktober in Bad Gögging die methodischen Möglichkeiten, die es für die Umsetzung eines fächerübergreifenden Unterrichts gibt. Hierunter fallen beispielsweise die fachinterne, komplexe Bearbeitung eines Themas innerhalb des eigenen Unterrichts, die Absprache mit anderen Fachlehrern über eine bestimmte Abfolge von thematisch passenden Unterrichtsinhalten, eine zeitnahe Behandlung von gemeinsamen Themen innerhalb verschiedener Fächer, aber auch die Bearbeitung eines Unterrichtsinhalts in einem gemeinsamen zeitlichen Rahmen durch die Zusammenlegung von Stunden.

Text/Grafik:ri

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