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Von und mit Marzellin lernen


Erster "Marist Day" für fünfte Klassen

Am Freitag, den 18.10.2019, fand zum ersten Mal in der Schulgeschichte des MGFs der „Marist Day“ für alle 5. Klassen statt. Ziel dieses Tages war es für die Kinder erfahrbar zu machen, was es bedeutet, Teil unserer Maristen-Schulfamilie zu sein. Was meint man überhaupt mit dem Wort „Maristen“, wer war Marcellin Champagnat und was hat es mit den fünf „maristischen“ Werten auf sich? Auf alle diese Fragen wurde an diesem Tag versucht eine Antwort zu geben und zwar auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Mit der Unterstützung vieler Kolleginnen und Kollegen, des Schülermaristenteams – die jeweils eine Klasse durch den Tag geführt haben – und von Frater Andreas Krupp – dem Prior des hiesigen Maristen-Klosters Furth – und Frater Heinrich wurde methodisch abwechslungsreich an mehreren Stationen die Bedeutung der fünf maristischen Werte „Einfachheit“, „Präsenz“, „Liebe zur Arbeit“, „In der Weise Mariens“ und „Familiensinn“ erarbeitet.

Begonnen hat der Tag für alle 5. Klassen gemeinsam in der Mensa, wo sie einiges über den Gründer des Maristen-Ordens – Marcellin Champagnat – erfahren haben. Wichtige Stationen im Leben Marcellins wurden dabei ebenso angesprochen wie die Gründung des Maristen-Ordens und die Verpflichtung, Kinder und junge Menschen zu unterrichten und ihnen den Glauben an Gott näherzubringen.

Im Anschluss daran wanderten die Klassen in den folgenden vier Unterrichtsstunden von Station zu Station, wo sie jeweils einen der fünf maristischen Werte genauer kennenlernen durften. Der jeweilige Wert wurde immer zuerst kurz vorgestellt, bevor dann mit diesem gearbeitet wurde. Beispielsweise durften die Schülerinnen und Schüler bei der Station „Liebe zur Arbeit“ jeweils zu zweit ein Kartenhaus bauen – jedoch nur mit einer Hand. Dabei haben sie erkannt, dass neben Fleiß, Ehrgeiz und Konzentration vor allem auch Teamwork und Fingerspitzengefühl zum Gelingen einer Arbeit notwendig sind. Im Gegensatz dazu haben sie den Wert „Einfachheit“ dadurch erfahren, dass sie im Meditationsraum bei entspannender Atmosphäre einfach nur ein Mandala ausmalen durften. Aufregender wurde es wieder bei den Stationen zu den Werten „Familiensinn“ und „Präsenz“. Bei ersterem konnten die Kinder in Rollenspielen respektvolles, liebevolles und höfliches Verhalten – so wie es in einer Familie, auch in einer Schulfamilie spürbar sein sollte – darstellen. Auch der für Schülerinnen und Schüler oftmals nicht so leicht zu verstehende Wert „Präsenz“ wurde ihnen auf spielerische Art und Weise nahegebracht. In einem engen Gang sollten sie sich auf drei Art und Weisen begegnen: einmal mit gesenktem Kopf ohne einander in die Augen zu sehen, dann mit Blickkontakt und schließlich zuletzt mit einem Lächeln im Gesicht. Im Anschluss daran konnten sie in einer kurzen Reflexionsrunde ihre eigenen Gedanken und Gefühle in der jeweiligen Situation notieren, um diese dann mit den Klassenkameraden auszutauschen. Dabei war die Spannweite von einem Gefühl der Einsamkeit in der ersten Situation bis hin zu einem Gefühl des Wahr- und Angenommenseins, wenn man von seinem Gegenüber freundlich angelächelt wird, sehr groß. „In der Weise Mariens“ wurde wieder ruhiger und meditativer gestaltet. Dankbarkeit und Bescheidenheit als zwei Teilaspekte dieses Wertes konnten die Kinder in einem Spaziergang in Stille im Schulgarten erleben: Staunen im Angesicht der Schöpfung, Dankbarkeit für das Leben und die Welt, auf der wir leben.

Um den Marist Day gemeinsam abzuschließen, kamen alle 5. Klassen in der Klosterkirche zusammen.  Dort durften sie zunächst als Reflexion an diesen Tag einen Text oder ein Bild über die schönsten Erlebnisse des Marist Days schreiben bzw. malen. Dieser „Brief“ wurde dann in einem Kuvert verpackt, mit ihrem Namen versehen und eingesammelt. Ziel ist es, ihn diesen Schülerinnen und Schülern bei der Fahrt nach L’Hermitage, die wahrscheinlich künftig in der 11. Jahrgangsstufe stattfinden wird, wiederzugeben. Er soll eine Erinnerung an ihren Start als Mitglied der Maristen-Schulfamilie am MGF sein. Mit einem gemeinsam gesprochenen Mariengebet und dem Lied „Laudate omnes gentes“ wurde der Marist Day 2019 dann beendet.

Text:gn/Maristen-Team, Fotos:sp/cm

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