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Erinnert euch!

Einen fulminanten Abend bescherten die Schülerinnen und Schüler des MGF den zahlreichen Gästen des Friedens-Konzerts.
Einen fulminanten Abend bescherten die Schülerinnen und Schüler des MGF den zahlreichen Gästen des Friedens-Konzerts.

Fulminanter Kultur-Abend in Erinnerung an das Weltkriegsende

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Turnhalle des Maristen-Gymnasiums am Mittwochabend bei der Aufführung der „Missa Katharina“, die unter der Leitung von Musiklehrer Matthias Schäffer unter Mitwirkung von Dr. Nikoslav Firnkees aufgeführt wurde. Gedacht wurde des Endes des 1. Weltkriegs, das sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Die Aufführung wurde begleitet von einer Ausstellung in der Aula des Gymnasiums, die bereits am Montag im Beisein der gesamten Schulfamilie feierlich eröffnet worden war und die noch bis zur nächsten Woche geöffnet sein wird. Als Ehrengäste des Abends begrüßte Schulleiter Christoph Müller Dr. Ansgar Reiß, den Leiter des Armeemuseums in Ingolstadt und Ruth Müller, SPD, Mitglied des Bayerischen Landtages. 

Schon seit Wochen hatten sich die Chöre, das Streicherensemble und die Big Band des Maristen-Gymnasiums auf diesen Abend vorbereitet und mit ihrem Engagement den Abend zu einem großen Erfolg verholfen. Auch das Blechbläserensemble „Tritonus Brass“ aus Regensburg unter der Leitung von Christian Hopfner trug seinen Teil bei und Karina Scheubeck, Klasse 10c, glänzte einmal mehr mit einem gelungenen Soloeinsatz. Ebenso wirkte an dem Abend die Villa Musica aus Altdorf mit Christine Westermair und Tobias Schlagbauer mit. 

Schulleiter Christoph Müller erinnerte in seinen einleitenden Worten an den 1. Weltkrieg, der im Rest von Europa der „große Krieg“ genannt wird, aber heute in der Wahrnehmung vieler vom Horror des 2. Weltkrieges überlagert wird. In vielen Familien, auch in seiner eigenen, gäbe es noch Kriegstagebücher aus dem 1. Weltkrieg, die von Soldaten geführt wurden, um die Schrecken ihres Einsatzes zu verarbeiten. In fast jeder Familie gab es Todesfälle zu beklagen von Familienmitgliedern, die heute in Soldatenfriedhöfen in Europa ruhen.  

Dieses Thema nahm auch Dr. Ansgar Reiß in seiner Festrede wieder auf und sprach auch die Feldpostkarten an, die damals in unglaublich großer Anzahl geschrieben wurden. Statistisch gesehen habe jeder Soldat an jedem Tag des 1. Weltkriegs mehrere Postkarten geschrieben, in denen die Familien aber oft beruhigt wurden, weswegen sich oftmals kein realistisches Bild des 1. Weltkrieges aus ihnen ergebe. 13 Millionen Tote des 1. Weltkrieges sprächen die wirkliche Sprache dieses Krieges. Dr. Reiß zeichnete auch die Geschichte seines eigenen Hauses, des Armeemuseums Ingolstadt nach und beendete seinen Vortrag mit den eindringlichen Worten „Erinnere Dich! Erinnert euch!“.  

Musikalisch war der Abend ein echtes Highlight für alle anwesenden Gäste. Auf dem Programm standen die „Fanfare for St. Edmundsbury“ des Blechbläserensembles, Auszüge aus der „Great War Symphony“ und eben die „Missa Katharina“. Den Schluss des Festaktes bildete das „Gebet für 10 Blechbläser“, gewidmet Papst Benedikt XVI und gedacht als Mahnung gegen jeglichen Krieg. Es gilt sich an die Schrecken des 1. Weltkrieges zu erinnern, wie auch Dr. Ansgar Reiß in seiner Rede angemahnt hatte, um weitere Kriege zu vermeiden und in einem geeinten Europa den Frieden zu wahren. 

Text:sh, Fotos:sh/cm

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